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China und die Schweiz wollen ihr Freihandelsabkommen aufwerten

german.china.org.cn  |  
24.09.2024

China und die Schweiz haben am Montag gemeinsam angekündigt, offiziell Verhandlungen über eine Aktualisierung und Aufwertung ihres Freihandelsabkommens (FTA) aufzunehmen, wie das chinesische Handelsministerium (MOFCOM) am Montag mitteilte.

China und die Schweiz wollen ihr Freihandelsabkommen aufwerten, erklärte das chinesische Handelsministerium (MOFCOM)  am Montag im Rahmen einer Videokonferenz zwischen dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao und dem Schweizer Bundesrat Guy Parmelin, der auch Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung ist.

Während der Gespräche hätten sich beide Seiten darauf geeinigt, zusammenzuarbeiten, um die Gespräche zu beschleunigen und so bald wie möglich ein hochrangiges verbessertes Abkommen auf der Grundlage von gegenseitigem Nutzen und Win-Win-Ergebnissen zu erreichen, teilte das MOFCOM mit.

Im Gespräch mit Parmelin wies Wang darauf hin, dass das Freihandelsabkommen zwischen China und der Schweiz, das seit einem Jahrzehnt in Kraft ist, positiv zum bilateralen Handelswachstum beigetragen und den Unternehmen beider Länder greifbare Vorteile gebracht habe.

Die Aufwertung des Abkommens werde den bilateralen Handel weiter ausbauen und wechselseitige Investitionen fördern sowie die wirtschaftliche Zusammenarbeit verbessern, insbesondere angesichts der aktuellen globalen Gegenreaktion auf die wirtschaftliche Globalisierung, sagte Wang. Die Aktualisierung des Freihandelsabkommens sei auch ein Zeichen für die gemeinsamen Anstrengungen beider Länder zur Förderung des Freihandels und der offenen Zusammenarbeitbetonte der Minister.

China und die Schweiz hatten das Freihandelsabkommen im Juli 2013 unterzeichnet. Die Schweiz war damit das erste Land auf dem europäischen Kontinent, das ein umfassendes Freihandelsabkommen mit China abgeschlossen hat. Im Rahmen des Abkommens, das 2014 in Kraft trat, sind 99,7 Prozent der chinesischen Exporte in die Schweiz und 84,2 Prozent der Schweizer Exporte nach China zollfrei, was den bilateralen Handel deutlich ankurbelt.

Im Januar 2017 kündigten beide Seiten bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs beider Länder in der Schweiz den Start einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie für die Modernisierung an. Im Januar dieses Jahres gaben beide Seiten den Abschluss der gemeinsamen Studie bekannt und vereinbarten, die Verhandlungen über den Ausbau umgehend offiziell aufzunehmen.

Im Jahr 2023 belief sich der Handel zwischen China und der Schweiz auf 416,93 Milliarden Yuan (57,34 Milliarden US-Dollar), was einem Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie aus den von der chinesischen Zollverwaltung veröffentlichten Daten hervorgeht. Zu den wichtigsten chinesischen Exportgütern in die Schweiz gehören mechanische und elektrische Produkte, die wichtigsten Exportgüter der Schweiz nach China sind Schmuck, Edelmetalle und verwandte Artikel.

China und die Schweiz hätten im Jahr 2013 ein für beide Seiten effizientes und vorteilhaftes Freihandelsabkommen unterzeichnet, betonte Parmelin während der Videokonferenz. Das Abkommen sei für beide Seiten von großem Nutzen und angesichts des zunehmenden globalen Handelsprotektionismus sei die Aufnahme der Verhandlungen über die Aktualisierung des Abkommens von großer Bedeutung. Sie zeige das Engagement beider Länder für den Aufbau eines offenen und regulierten Umfelds für die internationale Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit und sende ein positives Signal für die Vertiefung der Zusammenarbeit, erklärte der Schweizer Beamte.

Er sei überzeugt, dass die Verhandlungen über die Aufwertung durch gemeinsame Anstrengungen zum Erfolg führen werden, gab sich Parmelin zuversichtlich.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Schweiz,Freihandelsabkommen,FAT