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China und ASEAN-Länder: Visumfreie Einreise nach Xishuangbanna

german.china.org.cn  |  
11.02.2025

China habe Reisegruppen aus den ASEAN-Staaten (Verband Südostasiatischer Länder) erlaubt, Xishuangbanna in der südwestchinesischen Provinz Yunnan bis zu sechs Tage lang ohne Visum zu besuchen, teilte die nationale Einwanderungsbehörde am Montag mit. Ab dem 10. Februar dürfen Touristengruppen aus den zehn ASEAN-Staaten - Malaysia, Indonesien, Thailand, den Philippinen, Singapur, Brunei, Vietnam, Laos, Myanmar und Kambodscha - visumfrei über den internationalen Flughafen Xishuangbanna Gasa, die Mohan-Bahn und die Mohan-Autobahn ein- und ausreisen, heißt es in der Mitteilung.

Die Touristen müssten innerhalb des Verwaltungsgebiets von Xishuangbanna bleiben, wobei die Aufenthaltsdauer maximal sechs Tage betragen dürfe, so die Verwaltung.

Ein Angestellter des in Xishuangbanna ansässigen Reisebüros Kanghui Travel Agency sagte der Global Times, man habe am Montag von der Ankündigung erfahren und sei dabei, Richtlinien für den Empfang von Touristen aus diesen ASEAN-Ländern auszuarbeiten.

Die Zahl der einreisenden Touristen steige seit diesem Jahr rapide an, wobei ein deutlicher Anstieg von Touristen aus Südostasien zu verzeichnen sei, erklärte der Mitarbeiter. Er wies darauf hin, dass die Auswirkungen der neuen Politik der Visafreiheit vielleicht nicht sofort sichtbar sein würden, aber man gehe davon aus, dass sie einen positiven Effekt entfalten werden.

Diese Politik sei eine wichtige Maßnahme, um Chinas Öffnung strukturiert voranzutreiben und Yunnans Rolle als regionales Drehkreuz für Süd- und Südostasien zu stärken, betonte ein Beamter der Nationalen Einwanderungsbehörde (NIA). Diese Initiative werde den Tourismus in Südwestchina ankurbeln, den Austausch zwischen Menschen aus China und anderen Ländern erleichtern und die strategische Zusammenarbeit zwischen China und ASEAN stärken.

In Zukunft werde die NIA die Reformen der Einwanderungsverwaltung weiter vorantreiben, mehr Ausländer für Reisen und Geschäfte in China gewinnen, das Wachstum des Einreiseverkehrs weiter ankurbeln und Chinas breitere Öffnung und das Wirtschaftswachstum unterstützen, kündigte der Beamte an.

Die neue visafreie Politik für diese Länder werde in Xishuangbanna, das an Laos und Myanmar grenzt, erprobt und ziele darauf ab, mehr Touristen aus südostasiatischen Ländern willkommen zu heißen und den persönlichen Austausch zwischen China und diesen Nationen zu fördern, so Gu Xiaosong, Dekan des ASEAN-Forschungsinstituts an der Hainan Tropical Ocean University.

Neben der Förderung dieses Austauschs dürfte die neue Visafreiheit auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Grenzgebiet zwischen China und den ASEAN-Staaten vorantreiben, so Gu.

Ende 2024 hatte China eine erhebliche Lockerung seiner Politik des visafreien Transits angekündigt, indem es die zulässige Aufenthaltsdauer für berechtigte ausländische Reisende von ursprünglich 72 und 144 Stunden auf 240 Stunden (10 Tage) verlängerte, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: ASEAN,Einreise,Yunnan