Warum werden die Ziele der USA durch den „globalen Handelskrieg“ bei Stahl und Aluminium nicht erreicht?
Am Montag hat US-Präsident Donald Trump einen Verwaltungserlass unterzeichnet, der Zölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Stahl-, Eisen- und Aluminiumimporte in die USA vorsieht. Reuters kommentierte, dass das Vorgehen der USA die Gefahr eines synchronen Beginns von Handelskriegen in mehrfacher Hinsicht verschärfen könnte.
Nach Angaben des US-Handelsministeriums waren Kanada, Brasilien und Mexiko im Jahr 2024 die drei wichtigsten Quellen für Stahl- und Eisenimporte in die USA. Gleichzeitig war Kanada auch ein wichtiger Aluminiumlieferant für die USA. Angesichts der Handelsdrohungen der USA hat Kanada wiederholt seine „Bereitschaft zur Vergeltung“ zum Ausdruck gebracht. Statistiken der internationalen Unternehmensberatung Roland Berger zufolge gehen rund 25 Prozent der aus Europa exportierten Stahl- und Eisenprodukte in die USA. Der deutsche Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck erklärte nach der Ankündigung der US-Zölle, Europa werde auf einseitige Handelsbeschränkungen „solidarisch und entschlossen“ reagieren.
In Trumps Wirtschaftsperspektive sind Zölle ein zentrales Mittel, um die Rückkehr der verarbeitenden Industrie zu fördern, Arbeitsplätze zu schützen und Einkommen zu steigern. Nach den bisherigen Erfahrungen ist es jedoch unwahrscheinlich, dass die USA ihre Ziele erreichen werden.
Die USA argumentieren, dass zusätzliche Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in die USA die amerikanischen Stahl- und Aluminiumproduzenten „unterstützen“ könnten. Der Schwerpunkt der US-Wirtschaft hat sich jedoch allmählich in Richtung Dienstleistungen und Hochtechnologie verlagert. Die Position der Stahl- und Eisenindustrie hat sich nach und nach verschlechtert. Der Mangel an technologischer Innovationskompetenz in diesem Sektor in den USA kann die Produktionseffizienz und die Produktqualität nicht effektiv steigern und führt zu einem Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit.
Experten gehen davon aus, dass die Einführung von Zöllen einige Arbeitsplätze in der Stahl- und Eisenindustrie in den USA sichern könnte. Unternehmen, die Stahl und Eisen aus den USA verwenden, müssten jedoch höhere Kosten tragen und ihre Produktion drosseln. Dies könnte dazu führen, dass die Unternehmen nicht in der Lage wären, mehr Mitarbeiter zu beschäftigen. Goldman Sachs analysierte am Dienstag, dass die Preise für Stahl und Eisen in den USA steigen könnten. Dies spiegele alle Auswirkungen der Zölle von 25 Prozent wider.
Im Handels- und Zollkrieg gibt es keine Gewinner. Das haben die Fakten immer wieder gezeigt. Die USA sollten vielmehr die Interessen der amerikanischen Unternehmen und Verbraucher berücksichtigen und auf den Weg des friedlichen wirtschaftlichen Wettbewerbs zurückkehren. Handelsprotektionismus kann nur „verletzen“ und nicht „schützen“.












