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Öffentliche Sicherheitsbehörden

China geht gegen Sekten und illegale Schulungen zur „spirituellen Kultivierung“ vor

german.china.org.cn  |  
14.02.2025

Im letzten Jahr haben Chinas öffentliche Sicherheitsbehörden ihren Kampf gegen illegale Sekten noch einmal intensiviert. Auf diese Weise sollen potenzielle Bedrohungen für die nationale politische Sicherheit gemindert und die soziale Stabilität gewahrt werden.

Chinas öffentliche Sicherheitsbehörden haben ihre Bemühungen zur Zerschlagung von Sektenorganisationen im Jahr 2024 intensiviert und konzentrieren sich dabei auf Risikoprävention, Strafverfolgung und umfassende Governance. Sie hätten daran gearbeitet, das Wachstum und die Ausbreitung von Sektenorganisationen einzudämmen, um potenzielle Bedrohungen für die nationale politische Sicherheit zu mindern und die soziale Stabilität zu erhalten, erklärte das Ministerium für öffentliche Sicherheit (MPS) am Donnerstag auf seinem WeChat-Account.

Die Behörden für öffentliche Sicherheit hätten spezielle Operationen gegen Falun Gong, den „Allmächtigen Gott“ (Almighty God) und andere Sektenorganisationen intensiviert und die Bemühungen zur Unterbrechung und Verhinderung illegaler Sektenaktivitäten verstärkt, so das MPS.

Um die Ausbreitung von Sektenorganisationen einzudämmen, haben die staatlichen Sicherheitsbehörden landesweit das „Frühlingsregen-Projekt“ ausgeweitet, das sich auf ländliche Gemeinden und Basisgemeinden konzentriert und psychologische Beratung und Unterstützung anbietet. Außerdem helfen sie Personen, die in Sekten verführt wurden, bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft und bei der Bewältigung praktischer familiärer Schwierigkeiten. Diese Initiativen haben die Bemühungen zur Sektenbekämpfung verstärkt und nach Ansicht der MPS eine sicherere und stabilere Gesellschaft geschaffen.

In diesem Kampf gegen die Sektenorganisationen sind die Sicherheitsbehörden auch gegen Einrichtungen vorgegangen, die unter dem Deckmantel der „spirituellen Kultivierung“ illegale Schulungen durchführen. Mehrere Organisationen, die in betrügerischer Absicht Programme zur „psychologischen Heilung“ und „Selbstverbesserung“ anboten, wurden in diesem Zuge als rechtswidrig eingestuft und entsprechend behandelt. Diese Maßnahmen schützten das öffentliche Wohl und verhinderten finanzielle Ausbeutung, so das MPS.

Die öffentlichen Sicherheitsbehörden im ganzen Land haben außerdem in Dörfern, Universitäten, Grund- und weiterführenden Schulen, Wohngemeinschaften, staatlichen Einrichtungen und Unternehmen Anti-Sekten-Aufklärungsmaßnahmen durchgeführt, um die Wachsamkeit der Öffentlichkeit gegenüber der Anwerbung von Sekten zu erhöhen.

Im Jahr 2024 organisierten die Einheiten der öffentlichen Sicherheit landesweit mehr als 56.000 Veranstaltungen zu diesem Thema und erreichten damit über 17 Millionen Menschen. Außerdem beteiligten sich mehr als 18 Millionen Internetnutzer an der Online-Kampagne „Sag Nein zu Sekten“, indem sie eine digitale Petition unterzeichneten, so die MPS.

Das MPS wies auch darauf hin, dass die öffentlichen Sicherheitsbehörden die Aktivitäten von Sekten weiterhin genau überwachen und gegen sie vorgehen würden, indem sie ihre Bemühungen zur Zerschlagung ihrer Netzwerke und zur Beseitigung ihres Einflusses verstärken und die Sicherheit von Leben und Eigentum der Menschen gewährleisten. Die Behörden appellieren auch an die Öffentlichkeit, gegenüber Sekten und illegalen Ausbildungsaktivitäten wachsam zu bleiben, ihre wahre Natur und ihren schweren Schaden zu erkennen und ihnen aktiv zu widerstehen.

Eine CCTV-Untersuchung im März 2024 ergab, dass die Behörden für öffentliche Sicherheit seit 2018 landesweit 77 wichtige Fälle von illegalen Schulungsaktivitäten, die als „spirituelle Kultivierung“ und ähnliche Behauptungen getarnt waren, aufgedeckt haben. Dies habe zur strafrechtlichen Verfolgung von 269 Personen und zur Beschlagnahmung von illegalen Einkünften in Höhe von über 217 Millionen Yuan (29,75 Millionen US-Dollar) geführt.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Kultivierung,Sekten,China,illegal