Junger Mongole schafft durch Khoomei einzigartige musikalische Atmosphäre in „Ne Zha 2“
Der 25-jährige Mongole Halamuji hat vor etwa zehn Tagen eine große Anzahl von Followern in den sozialen Medien gewonnen, nachdem er ein kurzes Video postete und schrieb: „Hallo, allerseits. Der riesige Kessel bin ich.“
Der junge Mann aus dem nordchinesischen Autonomen Gebiet Innere Mongolei lieh Szenen in dem Animationsfilm-Blockbuster „Ne Zha 2“ seine Stimme und hinterließ mit der traditionellen Kehlkopfgesangskunst Khoomei einen bleibenden Eindruck beim Publikum. Ein Internetuser kommentierte: „Jedes Mal, wenn der riesige Kessel vorkommt, klingt die Musik vielschichtig und vermittelt ein starkes Gefühl von Bedrängnis und Angst. Ich dachte, es handle sich um elektronische Musik. Es ist also eine große Überraschung für mich, dass es eine Menschenstimme ist.“
Khoomei oder Kehlkopfgesang ist eine traditionelle Kunstform des mongolischen Volkes. Der Sänger verwendet ausschließlich seine Stimmorgane, um gleichzeitig zwei Stimmen zu singen, was sich in einer Kombination aus einem anhaltenden Bass und einer darauf liegenden fließenden Melodie manifestiert, wodurch eine seltene mehrstimmige Gesangsform entsteht. Im Jahr 2008 wurde Khoomei von der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.
„Ich habe die Einladung im Dezember 2024 erhalten. Erst als ich das Aufnahmestudio betrat, fand ich heraus, dass der Film ‚Ne Zha 2‘ war. Ich hatte den ersten Film ‚Ne Zha‘ gesehen, der mir gut gefiel. Deswegen habe ich gerne mitgemacht“, erinnert sich Halamuji an die Aufnahme, die in nur 40 Minuten abgeschlossen wurde.
In „Ne Zha 2“ taucht Halamujis Stimme an mehreren Stellen auf, in erster Linie Szenen mit Bösewichten und einem riesigen, den Tod versprechenden Kessel, um eine angespannte Atmosphäre zu schaffen. Am 13. Februar überstiegen die Ticketeinnahmen des Films die Marke von zehn Milliarden Yuan (etwa 1,4 Milliarden US-Dollar). Halamuji war überrascht: „Ich bin wirklich glücklich, dass ich versehentlich in ein Zehn-Milliarden-Yuan-Projekt verwickelt worden bin.“
Halamuji ist im Jahr 1999 geboren. Mit acht Jahren begann er mit dem Spielen der Pferdekopfgeige, was den Anfang seiner musikalischen Reise markierte. 2010 wurde Halamuji von einer Khoomei-Aufführung im Opernhaus fasziniert, bei der ein Schauspieler durch eine harmonische Kombination von tiefen und hohen Tönen ein traditionelles Lied präsentierte. Nach Abschluss der Mittelschule bewarb sich Halamuji an der der Kunsthochschule der Inneren Mongolei angeschlossenen weiterführenden Schule, die ein spezialisiertes Programm für Khoomei anbot. Drei Jahre später wurde er von der Zentralen Nationalitäten-Universität in Beijing aufgenommen, an der er Khoomei weiter studieren konnte. „Es war das erste Jahr, in dem die Zentrale Nationalitäten-Universität ein Khoomei-Hauptfach anbot und ich war damals der einzige Student“, sagt Halamuji.
Während seines Studiums nahm er an der Sendung „National Treasure“ des Chinesischen Zentralfernsehens (CCTV) teil, wo er eine künstlerische Kombination aus Pferdekopfgeige und Khoomei präsentierte und den Titel „Hüter der nationalen Kunstschätze“ gewann.
Derzeit bereitet Halamuji sein eigenes Musikalbum vor. Der junge Mongole widmet sich der Integration von Elementen ethnischer Musik, wie Khoomei und Pferdekopfgeige, mit einem moderneren Stil, der besser bei den jüngeren Generationen ankommt.












