Wang Yi über chinesisch-europäische Beziehungen, Ukraine-Krise, Palästina-Frage und globale Zusammenarbeit
Der chinesische Außenminister Wang Yi stellte sich am Samstag den Fragen der chinesischen Medien, nachdem er zuvor Großbritannien und Irland besucht, an der 61. Münchner Sicherheitskonferenz teilgenommen und den Vorsitz des hochrangigen Treffens des Weltsicherheitsrates innegehabt hatte. Dabei ging er auf verschiedene internationale Themen wie die Beziehungen zwischen China und Europa, die Ukraine-Krise, die Palästina-Frage sowie die globale Zusammenarbeit und die Verantwortung Chinas ein.
Wang betonte, dass die chinesisch-europäischen Beziehungen weiterhin einen rationalen und pragmatischen Entwicklungstrend verfolgen würden. Beide Seiten sollten gemeinsam ihre Entwicklungserfahrungen austauschen, ihre Zusammenarbeit ausbauen und die Global Governance fördern. China werde entschlossen und unbeirrt an einer langfristigen und stabilen strategischen Partnerschaft mit der europäischen Seite festhalten und gemeinsam mit Europa eine neue Runde der „Bemühungen um Annäherung“ in den chinesisch-europäischen Beziehungen vorantreiben, um eine bessere Zukunft zu schaffen, unabhängig davon, wie sich die internationale Lage entwickle.
Zur Ukraine-Frage bekräftigte Wang, dass China stets für eine Lösung aller Probleme durch Dialog und Konsultation eintrete. Trotz unterschiedlicher Positionen seien Friedensgespräche besser als Konfrontation. China hoffe, dass alle Parteien eine nachhaltige Lösung finden könnten, um eine politische Lösung der Krise zu fördern.
Zur Palästina-Frage sagte Wang, der Gaza-Konflikt habe dem palästinensischen Volk eine große humanitäre Katastrophe gebracht. Die Flammen des Krieges dürften nicht wieder auflodern und das Waffenstillstandsabkommen müsse so schnell wie möglich umgesetzt werden. Er bezeichnete die Palästina-Frage als Kern der Nahost-Frage und forderte die Umsetzung der „Zwei-Staaten-Lösung“.
Im Hinblick auf die globale Zusammenarbeit und die Verantwortung Chinas betonte Wang, dass angesichts der heutigen komplexen und sich ständig verändernden internationalen Lage die verschiedenen Länder der Welt zunehmend auf Chinas Rolle bei der Bewältigung globaler Herausforderungen zählen. China werde weiterhin die Reform der Global Governance mit einer konstruktiven Haltung fördern, die Modernisierung der Welt vorantreiben und mehr Verantwortung in der Welt übernehmen, um einen positiven Beitrag zum Aufbau einer gemeinsamen Zukunftsgemeinschaft für die Menschheit zu leisten.












