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Don Quijotes Kampf gegen Windmühlen

Deutscher Think-Tank warnt vermeintlich vor Gefahr durch chinesische Windkraftanlagen

german.china.org.cn  |  
06.03.2025

Ein deutscher Think Tank warnt vor chinesischen Windkraftanlagen und sieht darin eine Gefahr für die nationale Sicherheit. Diese ungerechtfertigten Befürchtungen erinnern an Don Quijotes Kampf gegen Windmühlen und offenbaren strategische Unsicherheiten.

Das German Institute for Defense and Strategic Studies, ein Think Tank in Deutschland, hat kürzlich in einem vom Bundesverteidigungsministerium in Auftrag gegebenen Bericht behauptet, dass chinesische Windkraftanlagen „das politische System und den sozialen Zusammenhalt Deutschlands gefährden“ könnten. China könne über die Anlagen sensible Daten sammeln, die Turbinen ferngesteuert abschalten oder sie als politisches Druckmittel einsetzen, zitiert die europäische Ausgabe der US-Online-Zeitung Politico aus dem Bericht.

Diese unbegründete Angst vor chinesischen Windkraftanlagen offenbart die strategische Unsicherheit einiger politischer Eliten angesichts des globalen Wandels hin zu erneuerbaren Energien. Sie erinnert an Don Quijote, der Windmühlen für Riesen hielt und sie angriff, was ihn zu einer tragikomischen Figur der Weltliteratur machte. Heute sehen manche Europäer in chinesischen Windkraftanlagen eine Bedrohung, als wären diese sauberen Energiequellen moderne Riesen, die es zu bekämpfen gilt.

Technisch gesehen sind die angeblichen Bedrohungen nur Illusionen. „Es gibt keine technische Möglichkeit, sensible Daten abzufangen oder Turbinen aus der Ferne abzuschalten. Stattdessen könnte dies ein Vorwand für einzelne Politiker sein“, erklärte Dong Yifan, Gastwissenschaftler an der Fakultät für Politik und öffentliche Verwaltung der Universität Xinjiang, der Global Times am Mittwoch.

Einige China-Kritiker neigen dazu, wirtschaftliche Fragen zu politisieren und versuchen, die globale Zusammenarbeit mit chinesischer Technologie durch Sicherheitsbedenken zu behindern. Dieses Vorgehen zeugt jedoch eher von mangelndem Vertrauen in die eigene Energiewende und technologische Wettbewerbsfähigkeit. Die eigentliche Schwäche Europas liegt in seiner strategischen Kurzsichtigkeit.

Es ist unbestritten, dass die Sicherheit der Infrastruktur für jedes Land von entscheidender Bedeutung ist. Risikobewertungen sollten jedoch objektiv sein und nicht auf Spekulationen oder Vorurteilen beruhen. Chinas Technologie und Produktionskapazitäten im Bereich der Windenergie können Europa mehr Optionen bieten. Gleichzeitig können Europas ausgereifte Managementerfahrungen und technische Standards Sicherheit für Kooperationsprojekte zwischen China und Europa bieten. Dieses für beide Seiten vorteilhafte Modell ist eindeutig verlässlicher als eine „Bedrohung durch Windkraftanlagen“ aus dem Nichts zu konstruieren.

Europa rühmt sich seit langem, weltweit führend im Klimaschutz zu sein. Wenn es jedoch chinesische grüne Technologien unter dem Vorwand der „nationalen Sicherheit“ ausschließt, wird dies unweigerlich seine eigene Energiewende gefährden. Chinas Technologie- und Kostenvorteile im Bereich der erneuerbaren Energien sind entscheidend dafür, dass Europa seine CO2-Ziele erreicht. Die Diffamierung und Unterdrückung neuer Energietechnologien sind nicht nur unangemessen, sondern widersprechen auch dem globalen Trend zur Energiewende.

Deutschland und Europa müssen erkennen, dass die Betrachtung chinesischer Windkraftanlagen als „Bedrohung“ keine Probleme löst, sondern die eigene Energiekrise sogar weiter verschärft. Statt die vermeintliche „Sicherheitsbedrohung“ hochzuspielen, wäre eine verstärkte Kooperation zwischen China und Europa im Bereich der erneuerbaren Energien daher die pragmatischere Wahl.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Think-Tank,Windkraftanlage,German Institute for Defense and Strategic Studies