Bildung und Kultur als nächste Schwerpunktbereiche
Pilotprojekte tragen zum Fortschritt der Öffnung bei
China hat sich zum Ziel gesetzt, neue Grenzen für die Öffnung zu erforschen, wobei Bildung und Kultur die nächsten Schwerpunktbereiche sind, die nach Ansicht von Führungskräften Chancen für ausländische Unternehmen bieten. Dieses werden sich ihnen zufolge in Zukunft nur noch weiter vergrößern.
„Letztes Jahr drängte China auf Pilotprojekte zur Ausweitung der Öffnung in den Bereichen Mehrwert-Telekommunikation, Biotechnologie und Krankenhäuser in hundertprozentigem Besitz in förderfähigen Regionen“, berichtete He Yongqian, eine Sprecherin des Handelsministeriums, auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.

He Yongqian, eine Sprecherin des Handelsministeriums
Die Ergebnisse seien greifbar: Nach Angaben des Ministeriums haben bereits 13 ausländisch investierte Unternehmen Lizenzen für den Betrieb von Mehrwert-Telekommunikationsdiensten erhalten, über 40 ausländische Biotechnologieprojekte wurden gegründet und drei Krankenhäuser in ausländischem Besitz genehmigt. Da China auf dem Erfolg dieser ersten Pilotprogramme aufbaue, würde die politische Führung nun Möglichkeiten prüfen, um die Öffnungsversuche auf Sektoren wie Bildung und Kultur auszuweiten, sagte sie.
Aus den Daten des Ministeriums geht hervor, dass die 11 Provinzregionen, die für die Pilotinitiativen zur Öffnung des Dienstleistungssektors ausgewählt wurden, im vergangenen Jahr insgesamt 41,3 Milliarden US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen (FDI) angezogen haben - eine Zahl, die mehr als die Hälfte der gesamten ausländischen Investitionen Chinas im Dienstleistungssektor ausmacht.
Diese Öffnung für ausländische Investitionen helfe ausländischen Firmen, den chinesischen Markt weiter zu erschließen, sagte Malu Nachreiner, Leiterin der Region Asien der Division Crop Science von Bayer.
„Wir haben gehört und gesehen, wie sehr die chinesische Regierung ausländische Unternehmen willkommen heißt, was ein positives Umfeld für Zusammenarbeit und Wachstum schafft. Das ist es, was uns sehr freut. Wir haben gesehen, dass dieser Trend der Öffnung für ausländische Investitionen in jeder einzelnen Branche stattfindet“, sagte Nachreiner.
Die chinesische Regierung werde weiter in Zukunft in- und ausländische Unternehmen bei der Modernisierung von Großanlagen, der Inzahlungnahme von Konsumgütern, staatlichen Beschaffungsmaßnahmen und Ausschreibungen gleich behandeln und unterstützen, so He. „Das Ziel ist es, sicherzustellen, dass ausländische Unternehmen, die in China tätig sind, faire und gleiche Wettbewerbsbedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, gleichberechtigt mit ihren einheimischen Konkurrenten zu konkurrieren“, fügte die Sprecherin hinzu.
Laut einer im Februar von der japanischen Industrie- und Handelskammer in China veröffentlichten Umfrage haben 58 Prozent der Mitgliedsunternehmen angegeben, dass sie in diesem Jahr ihre Investitionen in China entweder ausweiten oder aufrechterhalten wollen.













