share
Home> International

Europäische Medien und Forschungseinrichtungen kritisieren wahllose Zölle der USA

CRI  |  
08.04.2025

In jüngster Zeit haben eine Reihe von europäischen Medien und Forschungsinstituten die Vereinigten Staaten für die wahllose Verhängung von Zöllen kritisiert. Dies sei ein schwerer Verstoß gegen das Wirtschaftsrecht, untergrabe das multilaterale Wirtschafts- und Handelssystem und schade der Weltwirtschaft.

In einem Artikel der britischen Zeitung „The Guardian“ hieß es, die von der US-Regierung angekündigte Berechnungsmethode der sogenannten „reziproken Zölle“ sei „dumm und voller Schlupflöcher“, was bei Ökonomen auf breite Zweifel und Kritik gestoßen sei. Martin Wolf, leitender Wirtschaftskommentator der Financial Times, sagte, die aggressive Politik der US-Regierung gegenüber dem Welthandelssystem und strategischen Verbündeten untergrabe das von den USA geschaffene offene Handelssystem und werde einen hohen Preis für die US-Wirtschaft fordern.

Simulationen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft haben ergeben, dass die neuen US-Zölle die US-Wirtschaftsleistung innerhalb eines Jahres um fast 1,7 Prozent senken, die Inlandspreise um mehr als sieben Prozent erhöhen und die Exporte um fast 20 Prozent senken könnten.

Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung, sagte, dass es aus Sicht der ökonomischen Logik schwierig sei, eine positive Bedeutung in dieser Politik zu finden. Er wies darauf hin, dass die US-Zölle zu einer Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums führen und die USA vom Welthandel isolieren würden. Dies würde bedeuten, dass die USA auf die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung verzichten müssten, was unvorstellbar sei. Letztlich könnten sich die USA in der Weltwirtschaft isolieren.


Diesen Artikel DruckenMerkenSendenFeedback

Quelle: CRI

Schlagworte: US-Zölle,Europa,Welthandel