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Musk appelliert an Trump, auf Zölle zu verzichten

german.china.org.cn  |  
09.04.2025

Elon Musk, ein wichtiger Berater und Geldgeber, hat laut einem Bericht der Washington Post an den amerikanischen Präsidenten Donald Trump appelliert, die umfangreichen neuen Zölle zurückzunehmen. Gleichzeitig äußerten Wall-Street-Milliardäre und andere Republikaner in den vergangenen Tagen Bedenken und Widerstand gegen die Maßnahmen.

Diese aufkeimenden Stimmen offenbaren die inneren Spaltungen der USA über die neuen Zölle und spiegeln wachsende Unsicherheit wider, da die Globalisierung – jahrzehntelang Triebkraft für amerikanischen Wohlstand und die Weltwirtschaft – durch die jüngsten Maßnahmen Trumps beschädigt werden könnte, wie chinesische Beobachter am Dienstag betonten.

Doch die Trump-Regierung zeigt bisher keine Anzeichen für einen Kurswechsel.

Laut Politico drohte die Regierung am Montag mit einem Veto gegen ein parteiübergreifendes Senatsgesetz, das dem Kongress die Möglichkeit geben würde, neue Zölle zu überprüfen – ein Schutz für Trumps beanspruchte uneingeschränkte Macht in der Frühphase eines Handelskriegs, der die Finanzmärkte belastet.

Mehrere Republikaner, darunter Senator Ted Cruz aus Texas, warnten vor den Risiken der Zollpolitik. Bleiben die Zölle langfristig, könnten sie Inflation verstärken, Arbeitsplätze gefährden und die USA in eine Rezession stürzen – was Cruz zufolge ein „Blutbad“ für die Republikaner bei den Midterm-Wahlen 2026 bedeuten würde, berichtete ABC News.

Senator Rand Paul aus Kentucky schrieb auf X, Zölle seien „Steuern, die Amerikaner bezahlen“. Im Senat legte er laut ABC News nach: „Ein Mensch kann einen Fehler machen, und raten Sie mal – Zölle sind ein schrecklicher Fehler.“

Der frühere Vizepräsident Mike Pence, der während Trumps erster Amtszeit an seiner Seite diente, warnte vor den wirtschaftlichen und politischen Risiken der umfassenden „reziproken Zölle“ und nannte sie die „größte Steuererhöhung in Friedenszeiten in der Geschichte der USA“.

Lü Xiang, Forschungsstipendiat an der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften, sagte der Global Times, die unterschiedlichen Stimmen zum „Zollkrieg“ der USA seien Ausdruck der Konflikte und Spaltungen zwischen den verschiedenen Interessengruppen in den USA.

Einflussreiche Stimmen an der Wall Street wie JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnten vor Wachstumseinbußen, während Thinktank-Experten wie Wang Huiyao die globale Verunsicherung durch die amerikanische Politik betonten. China spiele durch konsequente Offenheit eine stabilisierende Rolle.

Wang Huiyao zufolge, dem Gründer und Präsidenten des nichtstaatlichen Thinktanks „Center for China and Globalization“, zeigt die Marktentwicklung, dass das Vertrauen der Anleger beschädigt ist, da es in hohem Maße von Sicherheit und Stabilität abhängt.

Die Politik der USA habe bereits Turbulenzen ausgelöst und der wirtschaftlichen Globalisierung geschadet. „In diesem Moment ist es wichtig, dass sich andere Länder zusammentun, um den nachteiligen Maßnahmen der USA zu widerstehen“, sagte Wang. Durch seine konsequente Aufrechterhaltung der Öffnung spiele China eine unschätzbare Rolle bei der Beruhigung und Stabilisierung der Welt.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Musk,Trump,Zoll