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Robuste Entwicklung

Chinesische Häfen im ersten Quartal gewachsen

german.china.org.cn  |  
09.04.2025

Chinas Häfen verzeichneten im ersten Quartal deutliches Wachstum. Vor allem Guangzhou, Shenzhen und Tianjin legten deutlich zu. Experten führen dies auf Resilienz im Handel, Smart-Port-Upgrades und Vorzieheffekte aufgrund von Zollerwartungen zurück, warnten aber zugleich vor den Herausforderungen durch globalen Protektionismus.

Häfen von Nord bis Süd in China verzeichneten im ersten Quartal ein robustes Wachstum ihrer Umschlagleistung. Einige erzielten sogar Bestwerte. Ein chinesischer Analyst sagte, dass die Leistung ein Zeichen für die Widerstandsfähigkeit des chinesischen Außenhandels und der Wirtschaft im Allgemeinen sei, und dass die inkrementelle Maßnahmen der Regierung Wirkung zeige.

Der Hafen von Guangzhou, der fünftgrößte Hafen der Welt, meldete für das erste Quartal einen Umschlag an Massengütern von 162,34 Millionen Tonnen und einen Umschlag an 20-Fuß-Containern von 6,52 Millionen. Der Frachtumschlag wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent, während das Containervolumen um 7,02 Prozent zunahm. Insbesondere der Umschlag von Containern, die für die Märkte in Übersee bestimmt sind, stieg am Terminal des Nansha-Hafens im Vergleich zum Vorjahr um 22,48 Prozent, so ein Bericht des China News Service vom Dienstag.

Nach Angaben des Hafens Guangzhou verzeichneten die Verladungen von Kohle, Fahrzeugen, Stahl und Sojabohnen am Hafen Nansha ein robustes Wachstum. Er führt das Wachstum auf eine bessere Integration und Koordination mit den Provinzen im Hinterland, die den Hafen als Tor zum Überseehandel nutzen, sowie auf den kontinuierlichen Ausbau neuer Schifffahrtsrouten mit neuen globalen Terminals zurück.

Der Umschlag von Exportcontainern des Hafens von Shenzhen wuchs im Jahresvergleich um 19,6 Prozent auf 7,88 Millionen TEU an und erreichte damit einen neuen Rekord, berichtete das lokale Nachrichtenportal nfnews.com am Dienstag unter Berufung auf Zolldaten.

Auch in Nordchina stieg der Containerumschlag. Die Tianjin Port Group verlud im Vergleich zum Vorjahr 5,6 Prozent mehr Fracht und zwar 5,71 Millionen TEU, was ebenfalls einen neuen Rekord darstellt, wie der Hafenbetreiber mitteilte.

Das Wachstum wurde durch die Bemühungen des Hafens um eine umweltfreundliche und intelligente Modernisierung erreicht, heißt es in einer Erklärung. Ein intelligentes Kontrollsystem für Containerterminals wurde im Laufe des Quartals eingeführt, um einen unabhängigen und kontrollierbaren Betrieb zu erreichen. Dabei wurden große Sprachmodelle wie DeepSeek und PortGPT intensiv genutzt, da die Algorithmen der künstlichen Intelligenz die Widerstandsfähigkeit des Hafenbetriebs verbessern.

Die Ergebnisse wurden erzielt, obwohl der protektionistische Gegenwind seit Anfang des Jahres zunimmt. Der Hafenbetrieb ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator und zeigt die Robustheit der chinesischen Produktionstätigkeit und des Außenhandels. Die Häfen spielen Experten zufolge eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Stabilität der globalen Lieferkette.

Zheng Ping, Chefanalyst des Branchennachrichtenportals chineseport.cn, sagte, dass der Anstieg des Containerumschlags auf die Verbesserung der Betriebseffizienz auf der Angebotsseite zurückzuführen sei, die durch die Einführung intelligenter Technologien und das Vorziehen von Außenhandelsgütern durch die Händler in Erwartung von Zöllen erreicht wurde.

Das Wachstum unterstreiche auch die Widerstandsfähigkeit des chinesischen Außenhandels, doch seien weitere Anstrengungen erforderlich, um die Unsicherheiten in der gegenwärtigen komplexen globalen Handelslandschaft zu bewältigen, so Zheng.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Häfen,Protektionismus,künstliche Intelligenz