Belgische Medien: US-Zollpolitik gefährdet internationales Regelwerk
Der Missbrauch der Zölle durch die USA hat bei vielen Parteien Widerstand hervorgerufen. Die belgische Zeitung „L'Echo“ veröffentlichte kürzlich einen Kommentar, in dem sie die USA für ihre sogenannten „reziproken Zölle“ kritisierte. Diese würden eine globale Krise auslösen und das internationale Regelwerk gefährden.
In dem Artikel heißt es weiter, die Kernlogik der Zollpolitik der US-Regierung bestehe darin, „den Handel mit Gewalt umzugestalten“, was zum „Verschwinden“ der aktuellen internationalen Wirtschafts- und Handelsregeln geführt habe. Die Vereinigten Staaten verwickeln die am wenigsten entwickelten Länder in einen „absurden Zollkrieg“, wobei diese am stärksten gefährdeten Gruppen die größten Leidtragenden sein werden.
Ein kürzlich vom Institut der deutschen Wirtschaft veröffentlichter Forschungsbericht hat gezeigt, dass die sogenannten „reziproken Zölle“ der deutschen Wirtschaft zwischen 2025 und 2028 kumulierte direkte Verluste von rund 200 Milliarden Euro bescheren werden, was einem durchschnittlichen jährlichen Verlust von etwa 1,2 Prozent des BIP entspricht. Unter Berücksichtigung der Gegenmaßnahmen der Handelspartner beläuft sich der wirtschaftliche Gesamtschaden für Deutschland auf 290 Milliarden Euro. Für die gesamte EU könnten sich die kumulierten Verluste über vier Jahre auf bis zu 1,1 Billionen Euro belaufen.
Die „Washington Post“ berichtete, dass die Zahl der ausländischen Touristen in den Vereinigten Staaten im März im Vergleich zum Vorjahr um fast zwölf Prozent zurückgegangen sei, der größte Rückgang seit dem Ausbruch von COVID-19. Die U.S. Travel Association prognostizierte, dass die Einnahmen aus dem US-Tourismus bis 2025 um 72 Milliarden US-Dollar zurückgehen könnten und Branchen wie Hotels, Fluggesellschaften und Restaurants mit Kettenreaktionen konfrontiert sein werden.












