Kaffeefestival
Big Business: Der Verbrauchermarkt hinter einer Tasse Kaffee
Das 2025 Chongqing International Coffee Festival. (18. April 2025, Xinhua)
Von der vulkanischen Erde der kolumbianischen Anden bis zu den belebten Straßen von Chongqing im Südwesten Chinas geht eine bescheidene Kaffeebohne auf eine Reise über die Kontinente.
Fermentiert, geröstet und zu einem aromatischen Gebräu verarbeitet, standen diese Bohnen im Mittelpunkt des 2025 Chongqing International Coffee Festival, das am Sonntag im Yuzhong-Distrikt der Stadt zu Ende ging.
Drei Tage lang präsentierten 210 Kaffeemarken aus 18 Ländern und Regionen, darunter Kolumbien, Italien, Frankreich, Südkorea und Vietnam, sowie aus 23 inländischen Provinzen und Städten Innovationen im Bereich Kaffeeerlebnis und -handel. Auf der Veranstaltung wurden Beschaffungsgeschäfte im Wert von über 50 Millionen Yuan abgeschlossen.
Kolumbien, der diesjährige Ehrengast, hob seine wachsenden Beziehungen zu China hervor. „Es ist so wichtig, das Kaffeeabenteuer in China fortzusetzen, das derzeit unser sechstgrößter Markt ist, aber ein enormes Potenzial hat“, sagte Santiago Gamboa, Ministerberater der kolumbianischen Botschaft in China.
Auf dem Festival konnten die Besucher gefriergetrockneten kolumbianischen Kaffee in Geschmacksrichtungen wie Vanille, Karamell und Amaretto probieren. „Chinas Importe von ungerösteten kolumbianischen Kaffeebohnen haben im letzten Jahr ein Rekordhoch erreicht, wobei Arabica-Sorten besonders beliebt sind“, sagte Xuan Xiuli, Leiter des China-Geschäfts von Buencafé. Die Marke, die 2024 in China eingeführt wurde, expandiert nun von den Küstenregionen aus nach Westen.
Chinas Zolldaten zeigen, dass Chinas Netto-Kaffeeimporte von 2020 bis 2024 um 130.800 Tonnen gestiegen sind, was einem Anstieg um das 6,53-fache entspricht, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 65,7 Prozent.
Chen Zhenjia, Generalsekretär der Asia Coffee Association, sagte, dass Chinas Pro-Kopf-Verbrauch bei 16 Tassen pro Jahr liegt, verglichen mit dem weltweiten Durchschnitt von 240, und verwies damit auf das enorme Wachstumspotenzial des Landes, das gerade zu einem neuen Motor des globalen Kaffeekonsums wird.
Der Boom beflügelt auch die Bauern im Ausland. In der kolumbianischen Region Huila erntet die Bäuerin Stefany Martinez Gonzalez die Bohnen in 1.800 Metern Höhe, die dann zur Verarbeitung an die Chispa Xunta Beijing Trading Co. Ltd. geliefert werden.
„Durch die Zusammenarbeit mit Familienbetrieben haben wir kosteneffiziente Spezialbohnen entwickelt, die den Landwirten helfen, die Qualität und den Gewinn zu steigern“, sagt Sun Yuxi, Leiter des Kaffeehandels bei dem Unternehmen.










