„Hidden Champions“
Chinas großer Markt bietet deutschen KMUs vielfältige Chancen
Chinas großer Markt mit seinem vollständigen und hocheffizienten Industrieketten-System sowie einem dynamischen Technologie- und Innovationsökosystem biete deutschen KMUs zahlreiche Möglichkeiten zur Geschäftsentwicklung, erklärte Ling Ji, stellvertretender chinesischer Handelsminister, am Mittwoch.

Ling äußerte sich während eines Treffens mit einer Gruppe deutscher KMUs am Dienstag in Beijing: „China und Deutschland sollten gemeinsam für Freihandel und stabile globale Lieferketten eintreten sowie die Win-win-Zusammenarbeit vertiefen.“
Delegationsleiter Walter Döring, Vorsitzender des Senats der Wirtschaft Europa, bezeichnete den chinesischen Markt als „äußerst attraktiv“ für deutsche Mittelständler. Man wolle insbesondere „Hidden Champions“ den Marktzugang erleichtern, hieß es im MOFCOM-Statement.
Viele deutsche Unternehmen bleiben dem chinesischen Markt weiterhin verbunden. Mehr als die Hälfte der befragten deutschen Firmen plant, in den nächsten zwei Jahren ihre Investitionen in China zu erhöhen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf einen Bericht, der während eines dreitägigen Forums zur industriellen Zusammenarbeit und Entwicklung zwischen China und Deutschland vorgestellt wurde, das am Dienstag in Beijing endete.
Laut dem Bericht haben deutsche und europäische „Hidden Champions“ – also besonders erfolgreiche, aber weniger bekannte KMUs, die in ihren Nischen global führend sind – in China noch mehr als das Doppelte des derzeitigen Wachstumspotenzials, so Xinhua.
Professor Jian Junbo vom China-Europa-Zentrum der Fudan-Universität erklärte, dass diese „Hidden Champions“ zwar starke komparative Vorteile in ihren Nischen hätten, China jedoch eine äußerst umfassende und integrierte Lieferkette biete. Durch die Vernetzung mit lokalen Partnern könnten sie „Kosten senken und Effizienz steigern".
Deutsche Unternehmen gehören seit langem zu den aktivsten Investoren auf dem chinesischen Markt. Laut MOFCOM stiegen die deutschen Direktinvestitionen in China in den ersten vier Monaten des Jahres um 12,3 Prozent.
Seit dem vergangenen Jahr haben viele deutsche Unternehmen ihre Investitionen in China verstärkt. Beispiele hierfür sind die Volkswagen Group, die in Hefei in der ostchinesischen Provinz Anhui ihr größtes Forschungs- und Entwicklungszentrum außerhalb Deutschlands errichtete, die BMW Group, die zusätzlich 20 Milliarden Yuan (2,78 Milliarden US-Dollar) für den Ausbau und die technologische Innovation ihres Werks in Shenyang in der nordostchinesischen Provinz Liaoning investierte, und die Bayer Group, die 600 Millionen Yuan in ein neues Versorgungszentrum in der ostchinesischen Provinz Jiangsu investierte.
„Chinas konsequente Marktöffnung und verbessertes Geschäftsklima bieten multinationalen Konzernen wie KMUs gleichermaßen Perspektiven“, so Jian. Angesichts des zunehmenden Protektionismus weltweit benötigten viele europäische Unternehmen neue Investitions- und Marktchancen.













