Von Xi’an bis Almaty
Kultur-Tourismuszug zwischen China und Zentralasien feierlich gestartet
Der erste Kultur-Tourismuszug zwischen China und Zentralasien ist mit 234 Gästen zu einer zehntägigen Rundreise von Xi’an nach Almaty gestartet. Damit ist ein neues Leuchtturmprojekt für den kulturellen Dialog entlang der Neuen Seidenstraße eröffnet.

Chen Yaowu, ein Gesichtswechselkünstler der Qinqiang-Oper – einem immateriellen Kulturerbe Chinas –, stieg am Donnerstagnachmittag in Xi’an, der Hauptstadt der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi, in einen Sonderzug mit Ziel Almaty, der größten Stadt Kasachstans.
Er ist einer von 234 Passagieren an Bord des ersten Kultur-Tourismuszugs zwischen China und Zentralasien – einer neuen Initiative zur Förderung des grenzüberschreitenden Kulturaustauschs.
„Es ist mein erster Besuch in Kasachstan. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal mit einem so besonderen Zug reisen würde“, sagte Chen. Dieser Besuch sei nicht nur ein Meilenstein in seiner künstlerischen Laufbahn, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, die traditionelle chinesische Kultur bekannt zu machen.
Die Ankunft in Almaty ist für Samstag geplant. Am 5. Juni tritt der Zug die Rückreise an und wird am 7. Juni wieder in Xi’an erwartet – eine zehntägige Rundreise. Die Fahrt markiert den Beginn einer neuen Plattform für den Austausch zwischen Menschen in China und den fünf zentralasiatischen Ländern: Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan.
Nach Angaben der Organisatoren stellt die Reise das reiche kulturelle Erbe Chinas in den Vordergrund – insbesondere die traditionellen Künste – und unterstützt die kulturelle Zusammenarbeit im Rahmen der Seidenstraßeninitiative.
Mit an Bord sind Künstlerinnen und Künstler, Darsteller sowie Vertreter von Kulturinstitutionen, die an zahlreichen Veranstaltungen in Kasachstan teilnehmen werden. In Almaty erwartet sie ein herzlicher Empfang mit kulturellen Darbietungen und lokalen Spezialitäten. Während der mehrtägigen Veranstaltungsreihe stehen Vorführungen immaterieller Kulturgüter, Ausstellungen kultureller Relikte und die Förderung der traditionellen chinesischen Medizin auf dem Programm.
„Die Einführung dieses Zuges ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie die Eisenbahn den kulturellen Austausch im Rahmen der Seidenstraßeninitiative beflügeln kann“, sagte Hui Lixia, stellvertretende Direktorin der Abteilung für Personenverkehr bei der China Railway Xi’an Group.
Dank enger Abstimmung zwischen den chinesischen und kasachischen Behörden wurde ein „grüner Kanal“ eingerichtet, der reibungslose Einreiseformalitäten innerhalb von zweieinhalb Stunden ermöglicht, so Hui.
Bereits im Mai 2023 hatte Xi’an als Gastgeber des ersten China-Zentralasien-Gipfels den Vorschlag für einen Kultur-Tourismuszug ins Gespräch gebracht – mit dem Ziel, den kulturellen Austausch zwischen China und den zentralasiatischen Ländern zu intensivieren.
Lu Shanbing, Dekan des Instituts für Seidenstraßenstudien an der Northwest University in Xi’an, betonte die Bedeutung des Projekts: Der Sonderzug stärke die Verbindung zwischen Xi’an und zentralasiatischen Städten, eröffne neue Austauschkanäle und erweitere die Möglichkeiten für Zusammenarbeit.
Der nächste Schritt? Laut Lu sollte nun eine regelmäßige, stabile und planmäßige Verbindung dieses Kultur-Tourismuszugs angestrebt werden, um die Zusammenarbeit zwischen China und Zentralasien weiter zu vertiefen.













