CMG-Exklusivinterview mit Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG
Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Roland Busch, hat vor kurzem der China Media Group (CMG) ein Exklusivinterview gewährt. Dabei bezeichnete er China nicht nur als einen Kernmarkt seines Unternehmens, sondern auch als einen der innovativsten Märkte der Welt.
Siemens werde weiterhin tiefgehend Wurzeln in China schlagen und das enorme Potenzial der lokalen hoch qualifizierten Mitarbeiter sowie der Innovationsfähigkeit ausschöpfen, bekräftigte er.

Als Vertreter von internationalen Industriellen und Kaufleuten nahm Busch kürzlich an dem Empfang vom chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping teil. Er erwähnte Xis Versprechen von der Aufrechterhaltung der Politikstabilität, der Schaffung eines idealen Umfeldes für auswärtige Investition sowie der Stabilisierung der Lieferkette und der Entwicklung von Produktivkräften neuer Qualität. Das Treffen sei sehr ermutigend für ausländische Industrielle und Kaufleute, die bereit seien, zur Entwicklung Chinas beizutragen, so Busch.
Er würdigte Xis Idee zum gemeinsamen Aufbau der Seidenstraßen-Initiative sehr. Die Initiative fokussiere zunächst den Infrastrukturaufbau und die Schaffung von Werten für Entwicklungsländer, um sie zu vernetzen und damit den Handel sowie die Öffnung der Märkte zu fördern. Die Initiative wende sich gegen Protektionismus, fördere eine schnellere Entwicklung der Weltwirtschaft und helfe den Menschen, sich aus der Armut zu befreien.
Busch betrachtete trotz der Aufforderung zur Verringerung der Abhängigkeit deutscher Unternehmen vom chinesischen Markt den Austritt aus dem chinesischen Markt als keine Option. Denn, „Erstens ist China einer der größten Märkte für uns. Zweitens entwickelt China sich derzeit zum innovativsten Markt. Und drittens ist es erstaunlich, dass wir hier außerordentlich gute Mitarbeiter besitzen, die nicht nur leidenschaftlich und engagiert sind, sondern auch die Fähigkeit haben, neue Produkte mit erstaunlicher Geschwindigkeit zu entwickeln. Warum nutzen wir dieses Potenzial denn nicht?“
Siemens ist seit über 150 Jahren in China tätig und hat seit den 1970er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Kooperationsbeziehungen mit China aufgebaut. 1899 lieferte Siemens die ersten Stromausrüstungen für Straßenbahnen in Beijing. Heute beschäftigt Siemens rund 30.000 Mitarbeiter in China, verfügt über 21 Forschungs- und Entwicklungszentren und mehr als 50 Fabriken, die sich umfassend an der industriellen und technologischen Entwicklung Chinas beteiligen.
„Der Sinn des chinesischen Marktes für Siemens liegt nicht nur im Geschäftswachstum, sondern auch in der gemeinsamen Gestaltung von Zukunft“, so Busch.












