„50 Jahre China und Bayern“ – Gedenkveranstaltung zum 50. Jahrestag des Chinabesuchs von Franz Josef Strauß in München abgehalten
Anlässlich des 50. Jahrestags der historischen Chinareise von Franz Josef Strauß fand am Freitag in München das Seminar „50 Jahre China und Bayern“ statt. Veranstaltet wurde das Symposium vom Generalkonsulat der Volksrepublik China in München.
Zahlreiche Vertreter der bayerischen Regierung, aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur sowie Angehörige der Familie Strauß nahmen daran teil. Gemeinsam blickten die Teilnehmenden auf fünf Jahrzehnte bayerisch-chinesischer Beziehungen zurück – und diskutierten neue Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit im Rahmen der deutsch-chinesischen Regionalpartnerschaften.
Im Januar 1975 reiste der damalige CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß auf Einladung der Gesellschaft des chinesischen Volkes für Freundschaft mit dem Ausland nach China. Als erster hochrangiger deutscher Politiker wurde er von dem damaligen Staatspräsidenten Chinas, Mao Zedong, persönlich empfangen. Die Reise gilt als ein Meilenstein in der Geschichte der deutsch-chinesischen Beziehungen.
In seiner Eröffnungsrede betonte Qiu Xuejun, Generalkonsul des Generalkonsulats der Volksrepublik China in München, die historische Bedeutung dieses Besuchs: Er habe nicht nur die politische Grundlage für die Freundschaft zwischen Bayern und China gelegt, sondern auch die Dynamik der bilateralen Beziehungen nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und China im Jahr 1972 gestärkt. Darüber hinaus habe der Besuch von Strauß zur Entwicklung einer multipolaren Weltordnung beigetragen.
Qiu erklärte weiter: „Das heutige Seminar ist eine Maßnahme beider Seiten auf subnationaler Ebene, um den wichtigen Konsens umzusetzen, den die Spitzen unserer beiden Länder erreicht haben. Wir hoffen, diese Plattform zu nutzen, um den Dialog und Austausch umfassend zu fördern, Freundschaft zu festigen und die Zusammenarbeit zu vertiefen, damit die gesunde, stabile und nachhaltige Entwicklung der Beziehungen zwischen China und Deutschland sowie zwischen China und Bayern gestärkt wird.“
Er würdigte Franz Josef Strauß als einen vorausschauenden Politiker, der internationale Beziehungen stets mit pragmatischem Blick betrachtete und den Dialog über Konfrontation stellte. „Der wichtigste Leitsatz aus der Geschichte lautet: Unterschiedliche Systeme, ideologische Differenzen und verschiedene Entwicklungsstände dürfen kein Hindernis für Zusammenarbeit sein. Die deutsch-chinesische Kooperation ist nicht nur im gegenseitigen Interesse, sondern auch ein Gewinn für die Welt. Solange beide Seiten an gegenseitigem Respekt, dem Streben nach Gemeinsamkeiten trotz Unterschieden und dem Prinzip des beiderseitigen Nutzens festhalten, werden unsere Beziehungen weiterhin stabil und langfristig gedeihen.“












