Ehemaliger japanischer Fußballstar Keisuke Honda entschuldigt sich für Äußerungen zum Massaker von Nanjing
Der ehemalige japanische Fußballspieler Keisuke Honda hat sich am Samstag auf X für seine zuvor getätigten Äußerungen entschuldigt, in denen er die Geschichtsfakten zum Massaker von Nanjing in Frage gestellt hatte.
Am Freitag hatte Honda ein Video des rechtsgerichteten Politikers Shintaro Ishihara geteilt, in dem dieser das Massaker leugnete und dazu geschrieben: „Das glaube ich auch.“ Die Aussage löste weltweit Empörung aus. Zahlreiche Nutzer forderten Honda auf, historische Materialien zum Massaker zu studieren.
Einen Tag später revidierte Honda seine Haltung. Er erklärte, er habe nach eingehender Prüfung von Tagebüchern und Berichten japanischer Soldaten, internen Militärdokumenten des japanischen Nationalinstituts für Verteidigungsstudien sowie Aufzeichnungen und Zeugenaussagen ausländischer Zeitzeugen seine Meinung geändert. Diese Quellen seien unmittelbar nach dem Vorfall entstanden und würden sich gegenseitig bestätigen, was ihnen hohe wissenschaftliche Glaubwürdigkeit verleihe.
Das Massaker von Nanjing ereignete sich nach der Einnahme der damaligen chinesischen Hauptstadt durch japanische Truppen am 13. Dezember 1937. Innerhalb weniger Wochen wurden mehr als 300.000 chinesische Zivilisten und unbewaffnete Soldaten getötet.












