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China plant Subventionen für private Konsumentenkredite, um Ausgaben anzukurbeln

german.china.org.cn  |  
13.08.2025

Drei chinesische Regierungsbehörden haben am Dienstag ein Programm angekündigt, das Subventionen für qualifizierte private Konsumentenkredite in Höhe von maximal 3.000 Yuan (417,35 US-Dollar) pro Person vorsieht.

Laut einem gemeinsamen Dokument des Finanzministeriums, der People's Bank of China (PBC) und der Nationalen Finanzaufsichtsbehörde zielt das Programm darauf ab, die Kosten für Verbraucherkredite zu senken, das Konsumpotenzial der Bürger freizusetzen und eine schnellere sowie hochwertigere wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

Xi Junyang, Professor an der Shanghai University of Finance and Economics, betonte am Dienstag, der Konsum sei mittlerweile eine zentrale Triebkraft für Chinas Wirtschaftswachstum. „Angesichts des Anstiegs des Verbraucherpreisindex um 0,4 Prozent im Juli besteht weiterhin Spielraum für eine Steigerung der Konsumnachfrage“, so Xi. Die Zinssubventionspolitik werde voraussichtlich die Konsumaktivität im zweiten Halbjahr beleben.

Die Maßnahme gilt vom 1. September 2025 bis zum 31. August 2026. Die Subventionen decken Einzelkäufe unter 50.000 Yuan in Schlüsselbereichen wie Privatfahrzeugen, Altenpflege und Kinderbetreuung, Bildung und Ausbildung, Kulturtourismus, Möbeln und Wohnaccessoires, Elektronik sowie Gesundheitsversorgung ab. Bei Käufen über 50.000 Yuan wird die Zinssubvention auf den entsprechenden Betrag von 50.000 Yuan begrenzt.

Die jährliche Subventionsrate beträgt einen Prozentpunkt, maximal jedoch 50 Prozent des im Kreditvertrag vereinbarten Zinssatzes. Die Zentralregierung trägt 90 Prozent der Subventionen, die Provinzregierungen 10 Prozent. Jeder Kreditnehmer kann pro Kreditgeber maximal 3.000 Yuan an Subventionen erhalten, bei Krediten unter 50.000 Yuan liegt die Obergrenze bei 1.000 Yuan.

Xi wies darauf hin, dass diese Subventionen entscheidend seien, da sie das allgemeine Konsumwachstum ankurbeln und eng mit hochwertiger Wirtschaftsentwicklung sowie Produktivitätssteigerungen verknüpft seien. Dies unterstreiche die zielgerichtete Ausrichtung der Politik. Die anfängliche Subventionsrate von einem Prozentpunkt sei relativ konservativ und solle als Pilotmaßnahme betrachtet werden, um die Wirksamkeit der Politik zu evaluieren.

Zu den berechtigten Kreditinstituten zählen sechs große staatseigene Banken, zwölf nationale Joint-Stock-Banken sowie fünf weitere Anbieter von Konsumentenkrediten. Lokalregierungen werden ermutigt, weitere Institute zu unterstützen. Die Laufzeit und der Umfang der Politik könnten bei Erfolg ausgeweitet werden. Zudem sollen Aufsicht und Kontrollen verstärkt werden, um eine zweckgebundene Verwendung der Subventionsmittel sicherzustellen.

Die chinesische Regierung hat in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Förderung des landesweiten Konsums gelegt. Neben der Fortführung des 2024 eingeführten Inzahlungnahmeprogramms von Konsumgütern wurde ein Plan mit speziellen Initiativen zur Steigerung des Konsums veröffentlicht. Dieser zielt darauf ab, die Kaufkraft durch höhere Einkommen und geringere finanzielle Belastungen zu stärken, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.

Am 24. Juni 2025 veröffentlichten sechs staatliche Organe, darunter die PBC, Richtlinien zur verstärkten finanziellen Unterstützung für Waren- und Dienstleistungskonsum. Die Richtlinien umfassen 19 Maßnahmen in sechs Bereichen, darunter die Stärkung der Konsumfähigkeit, die Ausweitung des Finanzangebots im Konsumsektor und die Ausschöpfung des Konsumpotenzials der Bürger, so Xinhua.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Subventionen,Konsumentenkredite,Ausgaben