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Proteste und schwindende Zahl von Überlebenden prägen 13. Internationalen Gedenktag für „Trostfrauen“

CRI  |  
15.08.2025

Mit dem 80. Jahrestag des Sieges im Widerstandskrieg des chinesischen Volkes gegen die japanische Aggression und des Weltkriegs gegen den Faschismus rückt auch der 13. Internationale Gedenktag für „Trostfrauen“ stärker ins öffentliche Bewusstsein.

Der jährlich am 14. August begangene Tag wurde 2012 von zivilgesellschaftlichen Gruppen aus Südkorea, China, Japan und weiteren Ländern ins Leben gerufen, um der Opfer des sexuellen Versklavungssystems der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg zu gedenken. Die sogenannten „Trostfrauen“ waren junge Mädchen und Frauen, die gewaltsam verschleppt und zur sexuellen Verfügung für Soldaten des Kaiserlichen Japanischen Militärs gezwungen wurden.

Mit dem fortschreitenden Verlust der Zeitzeugen wächst die Dringlichkeit, diese Geschichte zu bewahren. Nach dem Tod von Gil Won-ok im Februar leben in Südkorea nur noch sieben anerkannte Überlebende. In China verstarb im Mai eine 96-jährige Überlebende in der Provinz Hunan - auch hier sind nur noch sieben registrierte Opfer am Leben.

Schätzungen zufolge wurden rund 400.000 Frauen aus über einem Dutzend asiatischer Länder von der japanischen Armee zur sexuellen Sklaverei gezwungen, etwa die Hälfte davon aus China. Seit dem ersten öffentlichen Zeugnis einer ehemaligen „Trostfrau“ im Jahr 1991 bleibt die Botschaft unverändert: Die Vergangenheit mag verblassen, doch der Kampf um Gerechtigkeit ist noch lange nicht vorbei.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Überlebende,Gedenktag,Trostfrauen