EU-Markt im Visier
Chinas NEV-Hersteller melden Rekordergebnisse
Chinesische E-Autobauer haben im ersten Halbjahr 2025 eine Rekordleistung erzielt und damit ihre wachsende Dynamik auf dem heimischen und den internationalen Märkten unter Beweis gestellt. Angetrieben von steigenden Verkaufszahlen und technologischen Fortschritten, blicken vor allem die aufstrebenden Autobauer optimistisch in die Zukunft und nehmen zunehmend den europäischen Markt ins Visier.

Leapmotor an der Spitze mit erstem Gewinn
An der Spitze dieser Entwicklung steht Leapmotor. Das Unternehmen hat erstmals einen Halbjahresgewinn erzielt und ist damit nach Li Auto das zweite profitable chinesische Start-up im Bereich der New Energy Vehicles (NEV). In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 stiegen die Auslieferungen des Unternehmens um 155,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 221.664 Fahrzeuge. Der Umsatz kletterte um 174 Prozent auf 24,25 Milliarden Yuan (ca. 3,1 Milliarden Euro), während die Bruttomarge dank Skaleneffekten einen historischen Höchstwert von 14,1 Prozent erreichte.
Dank der Partnerschaft mit dem europäischen Autokonzern Stellantis wächst auch das Auslandsgeschäft stark. Mit 24.980 Fahrzeugen von Januar bis Juli ist Leapmotor auch führend in puncto Export unter den chinesischen Start-ups. Der Autobauer plant, bis Ende 2026 eine Produktionsstätte in Europa zu errichten.
XPeng und Xiaomi mit starken Quartalszahlen
Auch XPeng meldete im zweiten Quartal einen Auslieferungsrekord. Es konnten 103.181 Autos verkauft werden, was einem Wachstum von 241,6 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der Umsatz des Unternehmens aus Guangzhou betrug damit 18,27 Milliarden Yuan, die Fahrzeug-Bruttomarge stieg auf 14,3 Prozent. CEO He Xiaopeng führte den Erfolg auf eine neue Technologieplattform zurück und kündigte die Einführung einer aktualisierten Version des Modells P7 sowie einer Version mit erhöhter Reichweite des MPV X9 an. XPeng ist bereits in 46 Ländern bzw. Regionen international aktiv und konnte seine Auslieferungen in Ländern wie Großbritannien und Italien im ersten Halbjahr um 200 Prozent auf über 18.000 Fahrzeuge steigern.
Auch der Tech-Riese Xiaomi etabliert sich erfolgreich im Automobilsektor. Im zweiten Quartal lieferte die E-Auto-Sparte 81.302 Fahrzeuge aus und erzielte einen Umsatz von 20,6 Milliarden Yuan. Besonders das teurere Modell SU7 Ultra trieb den durchschnittlichen Verkaufspreis nach oben. Xiaomi ist zuversichtlich, das Jahresziel von 350.000 Fahrzeugen zu erreichen, und plant den Eintritt in den europäischen Markt für das Jahr 2027.
Etablierte Hersteller ziehen mit
Dass der Trend über die Start-up-Szene hinausgeht, zeigt der etablierte Hersteller Geely. Sein Konzernumsatz wuchs im ersten Halbjahr um 27 Prozent auf den Rekordwert von 150,29 Milliarden Yuan. Der Absatz von NEVs verdoppelte sich dabei auf über 725.200 Einheiten und macht damit mehr als die Hälfte des Gesamtabsatzes aus. Dies unterstreicht die strategische Neuausrichtung des Konzerns.













