share
Home> Wirtschaft

Modernisierung von Sonderzollgebieten

China treibt Öffnung voran

german.china.org.cn  |  
26.08.2025

Beijing will durch die Modernisierung von Sonderzollzonen und verstärkte internationale Kooperationen die Widerstandsfähigkeit des Außenhandels sichern und gezielt High-Tech-Industrien fördern.

China verstärkt seine Bemühungen, die wirtschaftliche Öffnung des Landes voranzutreiben. Wie hochrangige Regierungsbeamte am Montag in Beijing bekannt gaben, plant die Regierung eine Aufwertung der Sonderzollzonen und eine Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit im Zollwesen. Ziel sei es, den Außenhandel widerstandsfähiger zu machen, das Geschäftsumfeld zu verbessern und externen Schocks entgegenzuwirken, erklärte Sun Meijun, Präsidentin der chinesischen Generalzollverwaltung.

Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die Weiterentwicklung der sogenannten Sonderzollgebiete. Obwohl diese Zonen weniger als 0,005 Prozent der Landesfläche Chinas ausmachen, sind sie für ein Fünftel der gesamten Importe und Exporte des Landes verantwortlich. Laut Wang Jun, Vizepräsident der Generalzollverwaltung, soll der Fokus auf vielfältigere Funktionen, die Ansiedlung von High-End-Industrien und weiter vereinfachte Handelsabläufe gelegt werden. Im Rahmen des 14. Fünfjahresplans (2021-2025) wurden bereits 19 neue Zonen eingerichtet, so dass ihre Gesamtzahl auf 174 steigt und nun alle Provinzen abgedeckt sind.

Angesichts eines weltweit volatilen Handelsumfelds will die chinesische Zollverwaltung zudem die internationale Zusammenarbeit stärken, um reibungslosere Handelsströme und robustere Lieferketten zu gewährleisten. Seit 2021 hat China 519 Kooperationsabkommen mit ausländischen Partnern unterzeichnet. Die wirtschaftliche Verflechtung wächst stetig:

Der Handel mit den Ländern der „Neuen Seidenstraßeninitiative“ (BRI) erreichte 2024 ein Volumen von 22 Billionen Yuan (rund 3,07 Billionen US-Dollar) und machte damit mehr als die Hälfte des gesamten Außenhandels Chinas aus; Der Warenaustausch mit Schwellenländern wie der ASEAN-Region, Lateinamerika, Afrika und Zentralasien wächst seit 2021 jährlich um über zehn Prozent.

Handelsexperten erwarten, dass Chinas Außenhandel auch in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 widerstandsfähig bleibt. Gestützt werde diese Entwicklung durch starke Exporte im High-Tech-Bereich, einen dynamischen Privatsektor und die Vertiefung der Beziehungen zu Schwellenländern.

Liang Ming, Direktor des Instituts für internationalen Handel der Chinese Academy of International Trade and Economic Cooperation, betonte, dass Chinas industrielles Ökosystem dank Kosteneffizienz, Produktqualität und moderner Infrastruktur zu einem „lebendigen Zentrum für Innovation“ geworden sei. Ein Beispiel dafür ist der Medizintechnikhersteller Neusoft Medical Systems aus Shenyang. Das Unternehmen exportiert Hightech-Produkte wie Computertomographen und MRT-Geräte in über 110 Länder und Regionen. Allein in den ersten sieben Monaten des Jahres  stiegen die Exporte von Neusoft um 21,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf über 260 Millionen Yuan (31,2 Millionen Euro). „Wir werden uns aktiv in Schwellenmärkte hinein entwickeln und unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung erhöhen“, kündigte der Vizepräsident des Unternehmens, Wang Zhiqiang, an.

Die allgemeinen Zolldaten bestätigen den positiven Trend: Zwischen Januar und Juli wuchs Chinas gesamter Außenhandel im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf 25,7 Billionen Yuan (3,1 Billionen Euro). Die Exporte legten dabei sogar um 7,3 Prozent auf 15,31 Billionen Yuan (1,84 Billionen Euro) zu.

Diesen Artikel DruckenMerkenSendenFeedback

Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Sonderzollgebiete,China,Beijing,Generalzollverwaltung