7. China-Arab States Expo
Kooperation wächst über traditionelle Sektoren hinaus
Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und den arabischen Staaten vertiefen sich – und das weit über die Bereiche Öl und Infrastruktur hinaus. Die 7. China-Arab States Expo, an der erstmals alle 22 arabischen Nationen teilnehmen, zeigt, wie neue Partnerschaften in den Bereichen Digitalwirtschaft, KI und grüne Energie die globale Dynamik verändern werden.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und den arabischen Staaten entwickeln sich stetig weiter und umfassen inzwischen mehr als die traditionellen Bereiche wie fossile Energien, Infrastruktur und Landwirtschaft. Wie Vertreter und Führungskräfte am Donnerstag in Yinchuan, der Hauptstadt des Autonomen Gebiets Ningxia der Hui, bekannt gaben, vertiefen beide Seiten ihre Zusammenarbeit in aufstrebenden Sektoren wie der Digitalwirtschaft, der Künstlichen Intelligenz (KI) und der grünen Energie.
Die 7. China-Arab States Expo, die am Donnerstag begann und vier Tage dauert, dient als wichtige Plattform für diesen Wandel. Erstmals nehmen alle 22 arabischen Nationen an der Veranstaltung teil.
Partnerschaft mit komplementären Stärken
Angesichts globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten soll die Vertiefung dieser auf dem Prinzip des gegenseitigen Nutzens basierenden Partnerschaft beiden Seiten neue Impulse für Wachstum verleihen und gleichzeitig zur globalen Wirtschaftsentwicklung beitragen. Yuan Xiaoming, stellvertretender Handelsminister, betonte die perfekte Abstimmung der wirtschaftlichen Profile und Entwicklungsstrategien zwischen China und den arabischen Nationen, die die für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen begünstigt.
Der Wandel im strategischen Fokus der arabischen Staaten ist bemerkenswert. Sie orientieren sich zunehmend gen Osten, wobei China als Hauptpartner für ihre Entwicklungs- und Stabilitätsziele gilt.
Die jüngsten Handelszahlen unterstreichen die bestehende Zusammenarbeit. So importierte China in den ersten sieben Monaten des Jahres über 40 Prozent seines gesamten Rohöls aus arabischen Ländern. Auch die Importe von Erdgas, raffiniertem Öl und Metallerzen aus dieser Region stiegen erheblich an und sicherten somit Chinas Energieversorgung. Gleichzeitig beliefen sich Chinas Exporte mechanischer und elektronischer Produkte in die arabischen Staaten auf 557,66 Milliarden Yuan (ca. 78,12 Milliarden US-Dollar). Dies entspricht einem Anstieg von 22 Prozent im Jahresvergleich und macht fast 60 Prozent der gesamten chinesischen Exporte in diese Region aus.
Neue Sektoren im Fokus
Die diesjährige Expo spiegelt diesen Wandel wider und bietet erstmals spezielle Ausstellungsbereiche für die Digitalwirtschaft, KI und grüne Energie. Diese neuen Zonen locken einige der führenden chinesischen Technologie- und Energieunternehmen an.
Zhou Mi, leitender Forscher an der Chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, hob die idealen Bedingungen für die Entwicklung sauberer und erneuerbarer Energien in der arabischen Region hervor. Sie zählt zu den sonnen- und windreichsten Gebieten der Welt. Da China eine führende Rolle in der Photovoltaik- und Windkrafttechnologie einnimmt, entsteht eine komplementäre Beziehung, von der beide Seiten bei der Suche nach nachhaltigen Energielösungen profitieren.
Die Expo fungiert als „Brücke“, die die jeweiligen Stärken beider Seiten verbindet, um das volle Kooperationspotenzial auszuschöpfen. Laut Ahmed Mustafa Fahmy, dem Leiter des chinesischen Vertretungsbüros der Liga der Arabischen Staaten, kommen Agrarprodukte wie Datteln, Olivenöl und Gewürze aus der Region bei chinesischen Konsumenten gut an. Im Gegenzug entsprechen Chinas 5G-Technologie, Elektrofahrzeuge und Smart-Home-Geräte den Bedürfnissen der arabischen Welt nach digitaler Transformation und Modernisierung des Konsumverhaltens. Fahmy sieht in der Kombination aus Chinas technologischen Fähigkeiten, der politischen Unterstützung der arabischen Staaten und dem signifikanten Marktpotenzial das ideale Erfolgsrezept.













