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Chinas Gedenkfeier am Sieg des Kriegs

Niemals vergessen: Frieden entsteht aus Erinnerung Exklusiv

german.china.org.cn  |  
04.09.2025

von Oliver Eschke

Für Deutschland bedeutet das Jahr 1945 das Ende der schrecklichen Nazi-Diktatur. Für China und die gesamte Region Ostasien bedeutet es den Sieg über den weltweiten Faschismus und die japanische Aggression. Anlässlich des 80. Jahrestages fand in Beijing am 3. September eine riesige Militärparade statt. Was lehrt uns China mit der Erinnerung an das Ende dieses dunklen Kapitels der Weltgeschichte?

In Deutschland gehört es zur Allgemeinbildung, dass der Zweite Weltkrieg vermeintlich von 1939 bis 1945 dauerte. In Wahrheit jedoch fing er bereits einige Jahre früher an, und zwar mit dem Beginn der japanischen Aggression im Jahr 1931. Die imperialistischen Ambitionen des „Achsenpartners“ Nazideutschlands richteten sich gegen fast alle Länder in Ostasien, so auch gegen China. Und es sollte schließlich auch das tapfere chinesische Volk sein, das einen großen Beitrag zum Sieg über die finsteren Machtbestrebungen des Japanischen Kaiserreichs leistete. Chinas Staatspräsident Xi Jinping würdigte am Mittwoch in seiner Ansprache, das chinesische Volk habe „mit seinem enormen nationalen Opfer einen wichtigen Beitrag zur Rettung der menschlichen Zivilisationen und Verteidigung des Weltfriedens geleistet“. Zudem sei dadurch bewiesen worden, dass das Schicksal der Menschheit eng miteinander verbunden ist.

Große Parade für großes Ereignis

Der großen Militärparade am Tian'anmen-Platz in Beijing mit Tausenden Soldaten und neuesten Waffen aus chinesischer Produktion wohnten insgesamt 26 ausländische Spitzenpolitiker bei, darunter auch Wladimir Putin, Jim Jung-un sowie die Vertreter aus dem Iran, dem Kongo und Pakistan. Mit dem serbischen Aleksandar Vučić und dem slowakischen Robert Fico waren auch zwei Staatschefs aus Europa bzw. aus der EU dabei. Ebenso nahm ein Repräsentant der Schweiz teil. Es sei „wichtig, Kontakte und Beziehungen zu China zu pflegen“, erklärte der Alt-Bundesrat Ueli Maurer im Vorfeld seines Besuchs.

Frieden ist das allerwichtigste

Mit diesem „V-Day“ (Tag des Sieges) leistet China einen weiteren Beitrag dazu, das weltweite Bewusstsein dafür zu stärken, dass der Zweite Weltkrieg im wahrsten Sinne des Wortes ein Weltkrieg war – und kein Krieg nur in Europa. Xi Jinping erklärte am Mittwoch, man wolle „gemeinsam an die Geschichte erinnern, der Märtyrer gedenken, den Frieden schätzen und die Zukunft schaffen.“

Mit der Erinnerung und Würdigung der zahlreichen tapferen Kämpferinnen und Kämpfer in China und in ganz Ostasien weist China darauf hin, wie wichtig es ist, dass wir als die gesamte Menschheit stets gegen das Böse zusammenstehen. In den letzten Wochen hat China daher in etlichen Zeitungsbeiträgen die ausländischen Helden im Krieg auf dem ostasiatischen Schlachtfeld gegen die japanische Aggression gewürdigt – von den US-Amerikanischen „Flying Tigers“ bis hin zum Deutschen John Rabe.

In den aktuellen Zeiten, in denen es auf fast allen Kontinenten Konflikte, Unruhen und gar Kriege gibt, ist es besonders wichtig, dass China seine Rolle und Verantwortung als großes Land wahrnimmt und die Welt zusammenbringt, um gemeinsam über die düsteren Kapitel der Vergangenheit nachzudenken. Sich diese schrecklichen Tiefen der Menschlichkeit bewusst zu machen, wird unweigerlich dabei helfen, zueinander zu finden und darüber einzustimmen, in der Zukunft positivere Geschichtskapitel zu schreiben.

Im Einklang mit den Worten von Xi Jinping am Mittwoch waren am Himmel über dem Platz des Himmlischen Friedens (Tian'anmen) auf Schriftbannern die drei Aussagen zu lesen: „Gerechtigkeit siegt“, „Frieden siegt“ und „Das Volk siegt“. Wir sollten von China lernen: Durch das Erinnern an das Dunkle kann das Helle entstehen!


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Parade,China,Frieden