Trotz externer Volatilität
Chinas Außenhandel wächst in den ersten acht Monaten um 3,5 Prozent
Chinas Außenhandel mit Waren blieb in den ersten acht Monaten dieses Jahres stabil. Die gesamten Im- und Exporte in Yuan stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent auf 29,57 Billionen Yuan (4,14 Billionen US-Dollar), wie die Generalverwaltung der Zollbehörden (GAC) am Montag bekannt gab. Trotz anhaltender Belastungen durch ein komplexes externes Umfeld bleiben Analysten angesichts der politischen Unterstützung, Innovation und Marktdiversifizierung optimistisch hinsichtlich des stetigen Wachstums des chinesischen Außenhandels.
Chinas Vorteile im Industriesystem würden auf dem internationalen Markt zunehmend Anerkennung finden. Alle Länder erweiterten aktiv ihre Importe aus China, insbesondere elektromechanische Produkte und Hightech-Produkte, um die kritische Nachfrage für ihre wirtschaftliche Entwicklung zu decken, so He Weiwen, Senior Fellow des Center for China and Globalization, am Montag.
In den ersten acht Monaten wurden die Exporte hauptsächlich durch mechanische und elektrische Produkte angetrieben, die etwa 60,2 Prozent der gesamten chinesischen Exporte ausmachten. Bemerkenswert ist, dass die Exporte von automatischen Datenverarbeitungsgeräten und Teilen um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stiegen, während die Exporte von integrierten Schaltkreisen um 23,3 Prozent in die Höhe schnellten und die Fahrzeugexporte um 11,9 Prozent wuchsen, so die GAC.
Die beschleunigten Exporte von Maschinen und Spitzenprodukten würden die weitere Verbesserung der chinesischen Außenhandelsstruktur und die Widerstandsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes in China unterstreichen, was exportorientierten Unternehmen des Landes dabei helfen werde, externe Herausforderungen zu bewältigen, so He.
Auf der Importseite gingen die Volumina bestimmter Energierohstoffe zurück, während Rohöl und Sojabohnen zunahmen.
Die ASEAN (Verband Südostasiatischer Nationen) behielt ihre Position als größter Handelspartner Chinas in den ersten acht Monaten des Jahres 2025, wobei der bilaterale Handel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent stieg und 16,7 Prozent des gesamten Außenhandels des Landes ausmachte. Die EU belegte den zweiten Platz, die USA folgten dahinter.
Der Handel Chinas mit den Ländern der Neuen Seidenstraßeninitiative (BRI) erreichte unterdessen 15,3 Billionen Yuan, ein Anstieg von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Neben politischen Maßnahmen zur Stabilisierung des Außenhandels sollten auch Anstrengungen unternommen werden, um den Handel mit Schwellenländern, einschließlich der BRI-Partnerländer und der Mitglieder der Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP), aktiv auszuweiten und die Innovation zu stärken, um einen widerstandsfähigeren Außenhandelsrahmen zu schaffen, so der Experte.
„Die Öffnung auf hohem Niveau sollte erweitert werden, um die Grundlagen des Außenhandels und der Investitionen zu stabilisieren. Es sollten ferner auch Anstrengungen unternommen werden, um schwer belastete Außenhandelsunternehmen zu unterstützen und die finanzielle Unterstützung zu stärken. Die Exportsteuerrückerstattungspolitik sollte optimiert werden, und die hochwertige Entwicklung von Pilot-Freihandelszonen und anderen Öffnungsplattformen sollte vorangetrieben werden“, wie es auf einer Sitzung des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas am 30. Juli hieß.
Chinas Exporte würden voraussichtlich im Jahr 2025 ein mittleres einstelliges Wachstum erreichen, sagte Yu Xiangrong, Chefökonom von Citigroup China.
Darüber hinaus habe sich das chinesische Exportnetz erheblich diversifiziert, wobei der US-Anteil an den chinesischen Exporten seit der Verhängung von Zöllen durch die USA auf etwa 10 Prozent gesunken sei, während die Exporte chinesischer Unternehmen nach Afrika in den letzten Monaten mit einer Rate von über 30 Prozent gewachsen seien, so Yu.
Die globale Situation entwickele sich rasch, doch die chinesische Wirtschaft bleibe widerstandsfähig, sagte Liu Jing, Chefökonom für Greater China bei der HSBC, kürzlich und wies darauf hin, dass die chinesische verarbeitende Industrie einen Prozess der Aufwertung und der Bewegung in der Wertschöpfungskette durchlaufe.
Chinesische Unternehmen expandierten aktiv ins Ausland und strebten nach höherer Wertschöpfung sowie tieferer Integration in globale Lieferketten, so Liu.













