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Xinjiang: Umweltschützer verwandeln Wüste durch jahrzehntelanges Engagement in Oase

CRI  |  
09.09.2025

Umweltschützer im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten Chinas haben sich jahrzehntelang dem Aufbau eines grünen Gürtels gewidmet, der die Taklamakan-Wüste in der Region umgibt und die karge Wüste allmählich in einen Schatz aus Wäldern, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Tourismusressourcen verwandelt.

Der Kreis Makit liegt in der Region Kaschgar am südwestlichen Rand der Taklamakan, der zweitgrößten Sandwüste der Welt. Um Land zum Überleben zu gewinnen, startete Makit eine massive Kampagne zur Wüstenbekämpfung. Fast alle 300.000 Einwohner des Kreises nahmen daran teil und bauten Straßen, gruben Brunnen, verlegten Stromleitungen und pflanzten Bäume.

Yin Honghai, der 2005 als Landwirtschaftsbeamter in den Kreis entsandt wurde und heute Parteisekretär des Zentrums zur Bekämpfung der Wüstenbildung von Makit ist, sagt, die Bewohner hätten trotz zahlreicher Herausforderungen durchgehalten, um das Projekt abzuschließen. „Das war unsere schwierigste Zeit. Wir haben nicht gut gegessen, nicht gut getrunken. Wir tranken Wasser direkt aus den Brunnen, die wir gegraben hatten, ohne zu wissen, dass der Mineralgehalt zu hoch war. Wir hatten überhaupt kein Bewusstsein dafür. Wir waren einfach entschlossen, diese Aufgabe zu erfüllen.“

Das Team wandte einen gestaffelten Ansatz an, um die Ausbreitung des Sandes zu stoppen. An den Rändern pflanzte es Pappeln, die viel Wasser benötigen, aber schnell und hoch wachsen.

Innerhalb des Gürtels bemühten sich die Menschen darum, Pflanzen zu finden, die auf verschiedenen Bodenverhältnissen überleben konnten und platzierten sie in einem Schachbrettmuster, um den Sand zu befestigen. In niedrigen, salzhaltigen Böden pflanzten sie die robuste Ölweide, die dort gedeihen kann. Auf den höheren, trockeneren Dünen pflanzten sie Saxaul, einen einheimischen Wüstenbaum, der mit sehr wenig Wasser auskommt. Das Vorhandensein dieser trockenheitsresistenten Pflanzen hat nicht nur den Sand verankert, sondern auch die Struktur des Bodens verändert.

In 13 Jahren hat Makit am Rand der Wüste mehr als 30.000 Hektar Schutzwald angelegt. Diese Leistung markiert dennoch nur die Fertigstellung eines kleinen Abschnitts eines großen nationalen Projekts. In fast einem halben Jahrhundert hat China entlang des Randes der Taklamakan eine „Grüne Große Mauer“ errichtet, die sich über mehr als 3.000 Kilometer erstreckt.

Der Gürtel ist mehr als ein ökologischer Schild, der Wüstenautobahnen eröffnet, Farmen schützt und den Tourismus ankurbelt. Mamatrixat Huji, Parteisekretär der Kultur- und Tourismus-Investitionsfirma Dolan in Makit, sagt: „Jetzt haben wir täglich etwa 2.000 Touristen. Mehr als 95 Prozent von ihnen kommen aus den Binnenregionen Chinas. Auch unsere Beschäftigungssituation ist ziemlich ideal.“

Ein Tourist erklärt: „In meiner Vorstellung haben Wüsten kein Gras. Aber hier gibt es Gras und Bäume.”

Hunderte von Dorfbewohnern leben jetzt in dem Wüstenwald, arbeiten als Ranger und bauen sich ein besseres Leben auf.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Xinjiang,Wüste,Oase