Globales Investitionszentrum
China sichert sich seit 15 Jahren in Folge über 100 Milliarden US-Dollar an den real genutzten ausländischen Investitionen
Bis Ende 2024 habe China zum 15. Mal in Folge jedes Jahr die real genutzten ausländischen Investitionen in Höhe von mehr als 100 Milliarden US-Dollar angezogen und seit 12 Jahren in Folge ebenfalls über dieser Schwelle selbst investiert, wie es in einem Bericht des chinesischen Handelsministeriums (MOFCOM) vom Dienstag hieß. Damit gehöre man in diesen Kategorien durchgängig zur Weltspitze, was die langfristigen und stabilen Fortschritte Chinas bei der Anziehung ausländischen Kapitals unterstreiche.
Die Expansion ausländischer Investitionen zeige, dass Unternehmen trotz zunehmenden Unilateralismus und Protektionismus in der Welt mit ihren Entscheidungen für ein stabiles und berechenbares Umfeld zur Entwicklung votierten, so ein chinesischer Experte. Chinas Bemühungen, seinen Markt weiter für globale Unternehmen zu öffnen, seien ein klarer Beleg dafür.
Der Bericht wurde auf der 25. China International Fair for Investment and Trade (CIFIT) in Xiamen, Provinz Fujian, vorgestellt. Dies ist Chinas bedeutendste nationale Messe mit Fokus auf Investitionen.
Während das Volumen ausländischer Investitionen in China weiter expandierte, habe sich auch die Struktur stetig verbessert. Laut dem Bericht konzentrierten sich im vergangenen Jahr 34,6 Prozent der ausländischen Investitionen auf Hochtechnologieindustrien, wobei die Investitionen in die Computerfertigung um 21,1 Prozent stiegen und die in die Medizingeräteherstellung um 93,7 Prozent zunahmen.
Zudem hätten die Auslandsinvestitionen im verarbeitenden Gewerbe 37,54 Milliarden US-Dollar erreicht, ein Plus von 37,3 Prozent, was die internationale Zusammenarbeit in Industrie- und Lieferketten stark fördere, so der Bericht.
Mit der Expansion ausländischer Investitionen in China hätten die Produktivkräfte neuer Qualität eine zunehmend evidente Rolle gespielt. China sei der weltweit zweitgrößte Investor in Forschung und Entwicklung, mit Ausgaben in Höhe von 2,68 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das Land liege zudem global an erster Stelle bei Patentanmeldungen.
China führe auch weltweit bei der Anzahl von „Leuchtturm-Fabriken“ (modellhafte Smart Factories), die über 40 Prozent der globalen Gesamtzahl ausmachten. Zudem beherberge das Land 71 KI-Einhörner, was einem Drittel der weltweiten Gesamtanzahl entspreche.
Eine wachsende Präsenz auf dem chinesischen Markt gehe mit steigenden Gewinnen einher. Seit 2013 hätten die Einnahmen und Gesamtgewinne ausländischer Unternehmen in China generell eine Aufwärtstendenz gezeigt, mit einer durchschnittlichen jährlichen Gewinnspanne von etwa 8 Prozent, so der Bericht.
Die CIFIT, die von Montag bis Donnerstag in Xiamen stattfindet, habe Delegationen aus über 120 Ländern und Regionen sowie elf internationale Organisationen angezogen, so das MOFCOM.
„Angesichts des heutigen zunehmenden Unilateralismus und geopolitischer Unsicherheiten sticht China als einer der stabilsten und sichersten Märkte hervor und bietet globalen Unternehmen die dringend benötigte Planungssicherheit“, sagte Hu Qimu, stellvertretender Generalsekretär des Forum 50 für die Integration von Digital- und Realwirtschaft, am Dienstag.
In China schaffe die Kombination aus starker politischer Unterstützung, gut entwickelter industrieller Infrastruktur, diversifizierten Industrien und einem großen Markt ein hochattraktives Umfeld für langfristige Investitionen, so der Experte. Darüber hinaus böten Chinas vollständige Industrie- und Lieferketten, die eng mit dem globalen System verzahnt seien, Investoren zusätzliche strategische Vorteile.













