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Dienstleistungen im Zentrum des globalen wirtschaftlichen Wandels

Warum die CIFTIS in China so wichtig ist Exklusiv

german.china.org.cn  |  
12.09.2025

von Oliver Eschke

Zum 12. Mal richtet China in dieser Woche in der Hauptstadt die China International Fair for Trade in Services (CIFTIS) aus. Damit wird Beijing nicht nur der immer größer werdenden Rolle des Dienstleistungshandels gerecht, sondern schafft auch abermals eine Plattform für den weltweiten Austausch.

Das Foto zeigt den Shougang-Park in Beijing, den Veranstaltungsort der CIFTIS 2025. (9. September 2025, Xinhua)

Schon im Jahr 2012 hatte China den Trend richtig erkannt, dass die Bedeutung von Dienstleitungen bzw. vom Dienstleistungshandel kontinuierlich wachsen wird. In seiner eigenen Volkswirtschaft macht dieser tertiäre Sektor 56,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 aus. Im ersten Halbjahr 2025 wuchs der Handel mit Dienstleistungen („Service Trade“) in China um ganze 8 Prozent auf nun 3,9 Billionen Yuan. Ungefähr 1,7 Billionen Yuan davon entfällen auf den Export, 2,2 Billionen Yuan auf den Import. 

Die vom Handelsministerium und der Stadtregierung in Beijing ausgerichtete 12. Ausgabe der CIFTIS steht dieses Jahr unter dem Motto „Embrace Intelligent Technologies, Empower Trade in Services“ (auf Deutsch etwa: „Intelligente Technologien nutzen und den Dienstleistungshandel fördern“) und bricht wieder einmal alle Rekorde: Mehr als 80 Länder, Regionen und Internationale Organisationen (z.B. Weltorganisation für geistiges Eigentum, WIPO) sind dabei, davon etwa 500 der „Global Fortune 500“ sowie der führenden Unternehmen in ihren jeweiligen Sektoren, darunter Walmart, AstraZeneca und KPMG. Ungefähr 2.000 Unternehmen stellen ihre fast 200 neuesten Produkte und Lösungen auf der Messe vor. Damit verzeichnet die CIFTIS 13 Jahre nach ihrer Erstausgabe nun 1,2 Millionen Teilnehmende aus fast 200 Ländern und Regionen.

Die Welt ist erneut zu Gast in China

Der Ort, an dem die CIFTIS in diesem Jahr vom 10. bis zum 14. September stattfindet, steht ganz besonders dafür, die ganze Welt zusammenzubringen. Der Shougang-Park im Westen Beijings war einer der Austragungsorte für die Olympischen Winterspiele 2022 und versprüht somit immer noch den olympischen Geist der Völkerfreundschaft. 

Staatspräsident Xi Jinping betonte in seinem Gratulationsschreiben zur Eröffnung der Messe, dass eine offene Weltwirtschaft aufgebaut werden solle, um dem Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit ständig neue Impulse zu verleihen. Auf dem virtuellen BRICS-Gipfel vom Montag hatte er bereits zuvor klargemacht: „Die Entwicklung aller Länder hängt von einem internationalen Umfeld der Offenheit und Zusammenarbeit ab. Niemand kann sich auf eine abgeschottete Insel zurückziehen.“ Damit unterstrich er auf beeindruckende Weise Chinas unerschütterliches Engagement für den Freihandel und eine offene Weltwirtschaft, was angesichts des wieder aufkommenden Protektionismus in einigen Teilen der Welt eine besonders wichtige Botschaft ist.

Vor allem im digitalen Zeitalter ist die grenzüberschreitende Nutzung von Dienstleistungen so einfach und so wichtig geworden wie nie zuvor. Rowena Buddee, Chief Member Experience Officer bei CPA Australia, dem Ehrengastland der diesjährigen Ausgabe, hob diese Entwicklung hervor: „Shared Services sind in eine neue Ära eingetreten. Im digitalen Zeitalter sind sie zu strategischen Plattformen geworden, die die unternehmensweite Leistung vorantreiben und auf Daten und globalen Best Practices basieren.“

Die Aussagen von Johanna Hill, der stellvertretenden Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO), bekräftigen dieses Verständnis: „Dienstleistungen spielen im globalen Handel keine Nebenrolle mehr. Sie sind ein Wachstumsmotor.“ Dabei verwies sie auf die Tatsache, dass der Sektor mittlerweile zwei Drittel der Weltwirtschaft, die Hälfte der weltweiten Beschäftigung und 40 Prozent der Handelsströme in Bezug auf die Wertschöpfung ausmache. Der stellvertretende Generalsekretär der UNCTAD, Pedro Manuel Moreno, nannte Dienstleistungen daher zu Recht als „das Zentrum des globalen wirtschaftlichen Wandels“ .

Es ist daher nicht übertrieben zu sagen, dass China mit der 12. CIFTIS in dieser Woche einen weiteren Beitrag dazu leistet, die Welt zusammenzubringen und das Leben von Menschen in allen Teilen der Welt zu verbessern. Denn intelligente und smarte Dienstleistungen, angetrieben durch künstliche Intelligenz (KI) oder 5G, können um ein Vielfaches leichter auch in entlegene Gegenden dieser Welt gelangen und dort dabei helfen, den Lebensalltag ein bisschen angenehmer zu machen - sei es durch digitale Finanz-, Gesundheits- oder Kultur- und Kreativdienstleistungen. Deshalb sollte den teilnehmenden Ländern bewusst werden, dass die globale Zusammenarbeit Vorteile für alle schaffen kann.

*Die Meinung des Artikels spiegelt die Position unserer Webseite nicht notwendigerweise wider.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Dienstleistungen,CIFTIS,China