Xinjiang baut neue Autobahn durch Tianshan-Gebirge
Am Samstag begann in der nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Region Xinjiang der Bau einer neuen Autobahn, die das Tianshan-Gebirge durchquert. Die Strecke soll ganzjährig und bei jedem Wetter befahrbar sein.
Die 394 Kilometer lange Duku-Autobahn, deren Fertigstellung für 2032 geplant ist, wird mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 76 Milliarden Yuan (10,68 Milliarden US-Dollar) das größte einzelne Autobahnprojekt Xinjiangs. Sie verbindet Dushanzi im Norden mit Kuqa im Süden der Region. Bei einer Entwurfsgeschwindigkeit von 100 bis 120 Stundenkilometern verkürzt sich die Reisezeit zwischen Nord- und Süd-Xinjiang von derzeit über 10 Stunden auf nur noch 5 Stunden. Die Route erschließt bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Narat-Grassteppe und den Schwanensee von Bayanbulak.

Die bestehende Duku-Straße von 1983 gilt mit ihren 561 Kilometern als eine der schönsten Straßen ganz Chinas und schlängelt sich durch Gletscher, Wälder, Grassteppen und Schluchten. Aufgrund starken Schneefalls und Vereisung ist sie jedoch nur vier Monate im Jahr befahrbar. Ihre begrenzte Kapazität behindert seit langem den Verkehrsfluss.
Wang Xinghua, Vizedirektor des Verkehrsamts der Region, bezeichnete die Duku-Autobahn als Schlüsselprojekt der nationalen Westentwicklungsstrategie und wichtige Infrastruktur der Neuen Seidenstraßeninitiative. Sie werde das nationale Autobahnnetz erweitern und einen entscheidenden Wirtschaftskorridor zwischen Nord- und Süd-Xinjiang bilden, der Wirtschaftsaustausch, Tourismusentwicklung und regionale Kooperation fördert.
Laut Lu Xinhu, stellvertretender Manager der Xinjiang Transportation Investment Group, wird die Autobahn die Konnektivität der Region erheblich verbessern. Die schnelle Transitstrecke ergänze die landschaftlich reizvolle bestehende Route und schaffe ein neues Tourismusmodell sowie Wachstumsimpulse.
Anwohner begrüßen den Bau der Autobahn, der ganzjährige Reisen über das Tianshan-Gebirge ermöglicht – insbesondere in den besonders herausfordernden Wintermonaten. Reisende loben den komplementären Wert beider Routen: die neue Autobahn für effizientes Reisen und die bestehende Straße für landschaftliche Erlebnisse.
Dieses Jahr markiert den 70. Jahrestag der Gründung des Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang. Laut dem am Freitag vom Presseamt des Staatsrats veröffentlichten Weißbuch „CPC Guidelines for Governing Xinjiang in the New Era: Practice and Achievements“ hat die Region eine beschleunigte Entwicklung von Kultur- und Tourismussektor erlebt. Routen wie die Duku-Straße sind zu beliebten Reisezielen geworden.
Das Weißbuch hebt auch den Infrastrukturausbau hervor: Das Verkehrsnetz Xinjiangs umfasste bis 2024 insgesamt 230.000 Kilometer Straßen, wobei alle Bezirke und über 90 Prozent der Kreise an das Autobahnnetz angeschlossen sind. Das Eisenbahnnetz der Region erreichte 2024 eine Länge von 9.202 Kilometern – fast doppelt so viel wie 2012.













