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Trotz Konkurrenz 

Deutsche Autoindustrie setzt auf chinesische Partnerschaft

german.china.org.cn  |  
29.09.2025

Vision V, ein Konzeptauto von Mercedes-Benz, ist während der 21. Shanghai International Automobile Industry Exhibition zu sehen. (23. April 2025, Xinhua)

Angesichts intensiver Marktkonkurrenz setzen deutsche Autohersteller auf chinesische Technologiepartner, um ihren Übergang zur Elektromobilität und zu intelligenten Fahrzeugen zu beschleunigen.

Beim diesjährigen World New Energy Vehicle Congress (WNEVC) stellte Sean Green, Präsident und CEO der BMW Group Region China, auf einem Seminar im Rahmen des Kongresses die Partnerschaften des traditionsreichen Autoherstellers mit chinesischen Unternehmen vor. Die WNEVC 2025 fand vom 27. bis 29. September in Haikou in der südchinesischen Provinz Hainan statt. 

Dabei hob Green gemeinsame Projekte mit dem Batterie-Giganten CATL zur gemeinsamen Entwicklung großer zylindrischer Zellen, eine Partnerschaft mit dem chinesischen Start-up Momenta zur Entwicklung von Fahrerassistenz-Software sowie Kooperationen zur Integration des KI-Modells von Alibaba und zur Integration des digitalen Ökosystems von Huawei in BMW-Fahrzeuge hervor.

„Dies geht über konventionelle Partnerschaften hinaus“ und bildet „ein symbiotisches Ökosystem, von dem beide Seiten profitieren“, erklärte Green.

In China betreibt BMW seine größte Produktionsstätte und sein größtes Forschungs- und Entwicklungsteam außerhalb Deutschlands mit über 3.000 Ingenieuren in Forschungs- und Entwicklungszentren in Beijing, Shanghai, Shenyang und Nanjing sowie drei spezialisierten Software-Entwicklungsfirmen.

Daniel Navarro Rios, Executive Vice President der Mercedes-Benz Group China, erklärte auf dem Seminar zur chinesisch-deutschen Zusammenarbeit am Samstag, dass das Unternehmen Partnerschaften mit Akteuren aus der chinesischen Wissenschaft und Industrie geschlossen habe. Es arbeite beispielsweise mit Tencent, ByteDance und der Tsinghua-Universität zusammen. „Wir nutzen das dynamische Ökosystem Chinas. Wir bauen ein starkes Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk in China auf und treiben Innovationen mit chinesischer Geschwindigkeit voran.“ 

Zhang Lan, Vice President der Volkswagen Group China, sagte, die chinesischen und deutschen Kooperationsteams würden die „China-Geschwindigkeit“ des Autoriesen neu definieren – „nicht nur durch optimierte Prozesse, sondern durch eine umfassende Verbesserung in der Technologie-Synergie und der Effizienz der Entscheidungsfindung.“ Dafür nannte er die Partnerschaften mit SAIC Motor und Xpeng Motors als Beispiele.

„Kooperation und Wettbewerb sind zwei Seiten derselben Medaille“, stellte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) fest, als sie über den kommerziellen Wettbewerb zwischen chinesischen und deutschen Autoherstellern sprach.

Müller betonte, dass sich die beiden Branchen hochgradig ergänzen, was eine Dynamik schaffe, die „beiden Seiten ermöglicht, Innovationen zu beschleunigen und Ergebnisse zu erzielen, die größer sind als die Summe ihrer Teile.“

Aus Müllers Sicht verursacht Protektionismus im Automobilsektor viel größeren Schaden. Zölle gefährden die internationale Arbeitsteilung, ein System, das sie als „große Erfolgsgeschichte, die es zu bewahren gilt“ bezeichnete.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: BMW,Autoindustrie,Partnerschaft