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Technik und Beharrlichkeit auf fünftem Weltkongress der Biosphärenreservate

CRI  |  
30.09.2025

Der fünfte Weltkongress der Biosphärenreservate (WCBR), der am Freitag in Hangzhou in der ostchinesischen Provinz Zhejiang beendet wurde, war ein lebendiger Treffpunkt für Naturschützer aus der ganzen Welt. Hier wurden hochmoderne technologische Lösungen ebenso präsentiert wie persönliches Engagement für den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts.

Bei diesem Fest für Naturschutzenthusiasten wurden Chinas neue technologische Durchbrüche im Bereich des präzisen Artenschutzes gezeigt. Diese Fortschritte beginnen nun, die Forschung zu bedrohten Arten zu prägen, wie dem Jangtse-Glattschweinswal, einem Süßwasserwal, der noch seltener ist als der Große Panda, ebenso wie die Schutzbemühungen für diese Tiere in anderen Ländern.

Wang Ding, Generalsekretär des chinesischen Nationalen Komitees für das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB), erklärte: „Der Schutz von Walen ist eine von Natur aus schwierige Aufgabe, da diese Meeressäuger den größten Teil ihres Lebens unter Wasser verbringen. Doch technologische Fortschritte ermöglichen es uns nun, ein integriertes intelligentes Überwachungssystem zu entwickeln, das Akustik, Optik und Elektronik nutzt. Ausgestattet mit KI-Algorithmen zur Echtzeit-Identifikation kann das System die Standorte der Tiere erfassen, automatisch Drohnen starten, um Aufnahmen zu machen, wenn sie auftauchen und gleichzeitig Kameras zur Aufzeichnung aktivieren.“

Neben den technologischen Innovationen war der Kongress auch voller persönlicher Geschichten. Er vereinte wunderbare Redner, Wissenschaftler und Naturschützer, die sich auf Ozeane, Graslandschaften, Wälder und Wüsten konzentrieren. Jeder von ihnen widmet sich mit Wissen, Respekt und Hingabe dem Schutz der Erde.

Der US-amerikanische Zoologe Kevin R. Messenger, der nach China reiste, um Reptilien zu studieren, trägt zahlreiche Narben von Schlangenbissen. Er sagte: „Aber ich will klarstellen, dass Tausende von Bissen zu 99 Prozent von ungiftigen Schlangen stammen. Das hat keine Auswirkungen auf uns. Es ist, als würde man von einer Katze oder einem Hund gekratzt. Ich wurde zweimal von einer giftigen Schlange gebissen, einmal in den USA und einmal in China. Aber bei den meisten Schlangen ist das keine große Sache.“ Schlangen spielten eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung der Umweltgesundheit und der Schaffung wirtschaftlicher Werte, so Messenger weiter. „Wenn man alle Schlangen entfernt, wird es eine Überpopulation von Ratten und Mäusen geben und das bringt nicht nur Krankheiten mit sich, sondern diese Nagetiere fressen auch viele der gleichen Lebensmittel wie wir. Landwirte würden Tausende oder Millionen US-Dollar an Ernten verlieren. Schlangen stabilisieren also nicht nur die Gesundheit der Umwelt, sondern haben auch einen wirtschaftlichen Nutzen, indem sie Ratten und Mäuse kontrollieren, die großen wirtschaftlichen Schaden anrichten können.“

Auf der Bühne des ECBR teilten Menschen vielfältige Erfahrungen – vom Schutz des südchinesischen Sikahirsches bis zu Reisen von den Savannen Afrikas zu den Graslandschaften Asiens. Doch jenseits der präsentierten Tiere, Pflanzen und Ökosysteme ging es bei der Veranstaltung im Kern um die Menschen und ihre tiefe Verantwortung.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Weltkongress,Biosphärenreservate,Beharrlichkeit,Technik,UNESCO