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Außenminister Wang in Rom

China und Italien bekräftigen Partnerschaft und werben für freien Handel

german.china.org.cn  |  
10.10.2025

Bei seinem Besuch in Rom traf der chinesische Außenminister Wang Yi seinen italienischen Amtskollegen Antonio Tajani sowie Staatspräsident Sergio Mattarella. Beide Seiten sprachen sich für eine Verbesserung ihrer Partnerschaft und freien Handel aus.

Der chinesische Außenminister Wang Yi warb bei einem Besuch in Rom für bessere bilaterale Beziehungen und legte gemeinsam mit der italienischen Regierung ein klares Bekenntnis zum freien Handel ab. Anlass war das 12. Treffen des Chinesisch-Italienischen Regierungsausschusses. Wang traf dabei zunächst mit seinem Amtskollegen Antonio Tajani und später mit Präsident Sergio Mattarella zusammen.

Die Gespräche fanden im Rahmen des 55. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen statt. Der chinesische Außenminister identifizierte drei Leitprinzipien für die zukünftige Zusammenarbeit: gegenseitiger Respekt, Offenheit und Kooperation sowie Austausch und gegenseitiges Lernen. Beide Seiten bekräftigte ihre Unterstützung für eine offene Weltwirtschaft und den freien Handel. Wang erklärte, dass das bilaterale Handelsvolumen zwischen China und Italien in den letzten Jahren konstant über 70 Milliarden US-Dollar lag. Die Volksrepublik biete zudem eine ideale Plattform für die Weisheit und die Talente italienischer Unternehmen, insbesondere für die bekannten kleinen und mittleren Unternehmen des Landes.

Tajani, der auch stellvertretender Ministerpräsident Italiens ist, bezeichnete China als vorrangigen Partner Italiens und betonte die enormen Chancen des chinesischen Marktes. Italien sei bereit, gemeinsam mit China die globalen Lieferketten zu sichern und sich für die friedliche Beilegung internationaler Streitigkeiten durch Dialog einzusetzen. Wang wies auf den kommenden 15. Fünfjahresplan Chinas (2026–2030) hin, durch den die Modernisierung der chinesischen Industrie neue Kooperationsmöglichkeiten für italienische Unternehmen schaffen werde.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem kulturellen und personellen Austausch. Die Zahl der italienischen Besucher in China hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt – vor allem, seit China visafreie Einreise für italienische Staatsbürger eingeführt hat. Wang kündigte an, dass China diese Regelung weiter ausbauen wolle, um mehr „Marco Polos des neuen Zeitalters“ zu Reisen in dieses Land zu ermutigen. Zudem soll die Anzahl der Direktflüge zwischen beiden Ländern weiter erhöht werden.

Bei seinem Treffen mit dem italienischen Präsidenten Sergio Mattarella rief Wang dazu auf, eine „robustere, widerstandsfähigere und fruchtbarere“ Beziehung zu gestalten. Mattarella würdigte die wichtige und wachsende Rolle Chinas in der internationalen Gemeinschaft und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass China einen noch größeren Beitrag zu Frieden und Stabilität in der Welt leisten werde. Er stimmte zudem dem von China vorgeschlagenen Konzept einer „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit“ zu.

Des Weiteren tauschten sich beide Seiten über die Lage im Nahen Osten und die Ukraine-Krise aus. Sie waren sich einig, dass eine umfassende, gerechte und dauerhafte Lösung der Palästina-Frage nur durch die Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung erreicht werden könne. Hinsichtlich der Ukraine-Krise vereinbarten sie, die Kommunikation über eine politische Lösung aufrechtzuerhalten.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Italien,Sergio Mattarella,Antonio Tajani,Wang Yi