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Chinas Regionen starten umfassende Maßnahmen für Absolventen 2026

german.china.org.cn  |  
13.10.2025

Die chinesischen Regionen haben eine breit angelegte Beschäftigungsoffensive für Hochschulabsolventen des Jahrgangs 2026 gestartet. Die Maßnahmen umfassen gezielte Jobmessen mit Universitäten und die Erschließung neuer Beschäftigungskanäle. Analysten zufolge dürften die Aussichten auf dem chinesischen Arbeitsmarkt im nächsten Jahr stabil und dynamisch bleiben, wobei das rasche Wachstum neuer Industrien und innovativer Geschäftsmodelle als weitere wichtige Jobmotoren genannt werden.

Wie berichtet wird, beinhalten die geplanten Jobmessen mehrere spezialisierte Aktivitäten. So gibt es maßgeschneiderte Online- und Präsenz-Rekrutierungsveranstaltungen für Branchen wie Hightech-Manufaktur, Gesundheitswesen, Künstliche Intelligenz (KI) und Internet. Zudem werden spezielle Jobmessen für Schlüsselregionen wie Nordostchina, das Wirtschaftcluster des Jangtse und die Neue Seidenstraßen-Initiative abgehalten.

Laut People's Daily wird die Zahl der Hochschulabsolventen in China 2025 voraussichtlich 12,22 Millionen erreichen – ein Anstieg um 430.000 im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung in China dürfte die Zahl in den kommenden Jahren weiterhin hoch bleiben.

Wang Peng, Forschungsfellow der Beijing Academy of Social Sciences, betonte am Sonntag, er erwarte mehr hochwertige und technologieintensive Positionen für Absolventen: „Der industrielle Wandel und die qualitativ hochwertige Entwicklung Chinas führen zu einer explosionsartigen Nachfrage nach Spitzentalenten.“

Während Jobmessen wichtige Kanäle für den direkten Austausch zwischen Absolventen und Arbeitgebern darstellen, intensivieren die Regionen auch ihre Unterstützung zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und branchenrelevanten Qualifikationen.

Laut einem Bericht von ynet.com haben die Behörden in der ostchinesischen Provinz Jiangxi in diesem Jahr gemeinsam mit Unternehmen 73.000 Praktikumsplätze für Hochschulabsolventen bereitgestellt. Über 18.000 Personen absolvierten Praktika, in deren Rahmen Zuschüsse in Höhe von 114,5 Millionen Yuan (16,14 Millionen US-Dollar) ausgezahlt wurden.

„Es bestehen strukturelle Widersprüche zwischen Angebot und Nachfrage auf dem chinesischen Arbeitsmarkt. Während der Wettbewerb in einigen traditionellen Branchen intensiv bleibt, sehen sich neu aufstrebende und innovative Industrien mit einem Fachkräftemangel konfrontiert. Durch die Bemühungen der Regionalbehörden verbessert sich die Situation schrittweise“, so Wang.

Laut dem Nationalen Statistikamt (NBS) lag die städtische Arbeitslosenquote in China im August bei 5,3 Prozent – ein Anstieg von 0,1 Prozentpunkten gegenüber Juli. Dieser Anstieg sei vor allem auf den Eintritt junger Absolventen in den Arbeitsmarkt zurückzuführen, die allgemeine Beschäftigungslage in China bleibe jedoch stabil, so NBS-Sprecher Fu Linghui.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Maßnahmen,Absolventen,Arbeitsmarkt