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Digitale Technologien revolutionieren die Altenpflege in China

CRI  |  
24.10.2025

Die Altenpflege in China befindet sich im Wandel. KI-gestützte Pilotprojekte zeigen vielversprechende Ergebnisse, um die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern und ihnen ein unabhängigeres Leben zu ermöglichen.

In Wuzhen, einer Stadt in der ostchinesischen Provinz Zhejiang, die für die jährliche Weltinternetkonferenz bekannt ist, bietet ein neues intelligentes Pflegezentrum für Senioren einen Einblick in die Zukunft des würdevollen Alterns. Das während der letztjährigen Konferenz eröffnete Zentrum setzt modernste digitale Technologien ein, um die Gesundheit seiner betagten Bewohner zu überwachen und zu unterstützen.

Sobald die Seniorinnen und Senioren ihre Erkennungsmarken anlegen, die Büro-Zugangskarten ähneln, werden sie Teil eines Echtzeit-Überwachungssystems, das ihre Bewegungen und körperlichen Aktivitäten im Tagesverlauf aufzeichnet.

„Wenn die älteren Bewohner Sport treiben, können wir mithilfe des Systems jederzeit sehen, wo sie sich gerade befinden“, erklärte Zhong Yueying, Leiterin des Intelligenten Pflegezentrums für Senioren in Wuzhen.

Für die 90-jährige Bewohnerin Yu erstreckt sich die Betreuung nahezu über den gesamten Tag. Ein Sensor über ihrem Bett überwacht ihren Schlaf und übermittelt die Daten in Echtzeit an das System des Zentrums.

Zhong zeigte die Daten auf einem Großbildschirm, um zu veranschaulichen, welche Informationen sich daraus gewinnen lassen, etwa Yus durchschnittliche Herz- und Atemfrequenz während des Schlafs sowie die Anzahl ihrer nächtlichen Bewegungen.

„Hier sehen Sie ihren Schlafzustand von letzter Nacht. Die Gesamtanalyse zeigt, dass sie über neun Stunden leichten Schlaf und etwas mehr als zwei Stunden Tiefschlaf hatte. Diese Daten deuten darauf hin, dass ihre Schlafqualität vermutlich nur durchschnittlich ist“, sagte Zhong.

Die Integration digitaler Technologien wie künstlicher Intelligenz, Robotik und Gesundheitssensorik treibt die Entwicklung der Altenpflege voran. Fachleute betonen jedoch, dass nicht alle Aspekte der Pflege automatisiert werden können.

„Allgemein herrscht Einigkeit darüber, dass es in der künftigen Altenpflege Aufgaben geben wird, die KI oder Roboter nicht übernehmen können, etwa solche, die direkten Körperkontakt mit den Pflegebedürftigen erfordern. Andere unterstützende Tätigkeiten hingegen lassen sich durchaus automatisieren“, erklärte Professor Luo Shougui vom Antai College of Economics and Management der Jiaotong-Universität Shanghai.

Luo schätzt, dass künftig fast 60 Prozent der Arbeiten in der Altenpflege automatisiert werden könnten, betont jedoch weiterhin die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Technologieentwicklern und Pflegekräften vor Ort.

Er plädiert für eine engere Partnerschaft zwischen Forschungseinrichtungen und Pflegeeinrichtungen, um sicherzustellen, dass KI-Technologien so gestaltet werden, dass sie die tatsächlichen Bedürfnisse und Erfahrungen der alternden Bevölkerung widerspiegeln.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Digitale Technologien,Altenpflege,China