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Ministerium für Ökologie und Umwelt

China verstärkt Maßnahmen zum Abbau von Nicht-CO₂-Emissionen

german.china.org.cn  |  
31.10.2025

China verstärkt seinen Kampf gegen den Klimawandel und nimmt dabei erstmals auch Nicht-CO₂-Treibhausgase wie Methan und Lachgas in seine Klimaziele auf. Diese Maßnahmen sind ein zentraler Bestandteil der nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs) des Landes für das Jahr 2035.

China verstärkt seine Bemühungen, die Emissionen von Treibhausgasen zu senken, die kein Kohlendioxid sind. Dazu zählen Methan, Distickstoffoxid und fluorierte Gase. Dies sei ein zentraler Bestandteil der nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs) des Landes für 2035, sagte ein hochrangiger Beamter des chinesischen Ministeriums für Ökologie und Umwelt am Mittwoch.

Xia Yingxian, Direktor der Abteilung für Klimawandel des Ministeriums, betonte, dass es bei der Ankündigung der NDCs für 2035 Ende September das erste Mal sei, dass Nicht-CO₂-Treibhausgase ausdrücklich in den Gesamtrahmen der Emissionskontrolle Chinas einbezogen würden.

„China hat in den letzten Jahren durch eine Reihe gezielter Maßnahmen stetige Fortschritte bei der Eindämmung von Nicht-CO₂-Emissionen erzielt“, sagte er.

Um die Methanemissionen anzugehen, veröffentlichte das Ministerium zusammen mit anderen Regierungsabteilungen Ende 2023 einen Aktionsplan zur Methankontrolle. Seitdem seien wichtige Anstrengungen in den Sektoren Energie, Landwirtschaft und Abfallbehandlung schrittweise vorangekommen. Zu den Erfolgen zählen die verbesserte Nutzung von Grubengas, bemerkenswerte Fortschritte bei der Wiederverwertung von Viehdung und eine verbesserte wissenschaftliche Kontrolle der Methanemissionen aus Reisfeldern.

China nimmt zudem aktiv an globalen Diskussionen zur Methankontrolle teil und hat seine Fortschritte bei Veranstaltungen wie der UN-Klimakonferenz in Baku (Aserbaidschan) sowie dem Global Methane Forum 2024 vorgestellt.

Im August veröffentlichte das Ministerium gemeinsam mit der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission sowie dem Ministerium für Industrie und Informationstechnologie den „Aktionsplan zur Kontrolle der Distickstoffoxidemissionen im Industriesektor“. Laut Xia wird erwartet, dass dieser Plan zukünftige Kontrollbemühungen lenken und den Übergang Chinas zu einer grüneren und kohlenstoffarmen Industrie beschleunigen wird.

Darüber hinaus nutzt das Umweltministerium den freiwilligen Markt für den Handel mit Treibhausgasemissionen, um Unternehmen Anreize zur Reduzierung ihrer Nicht-CO₂-Emissionen zu bieten. Um dies zu erleichtern, wurden zwei Methodiken veröffentlicht, die die Nutzung von niedrig konzentriertem Grubengas und von Wetterminenmethan (Methan aus der Grubenbelüftung) abdecken.

Sechs weitere Methodiken im Zusammenhang mit Nicht-CO₂-Gasen, einschließlich der Wiederverwertung von Begleitgas aus Offshore-Ölfeldern, wurden geprüft und sollen voraussichtlich bis Ende dieses Jahres veröffentlicht werden.

Bis Dienstag verzeichnete der nationale freiwillige Emissionshandelsmarkt ein Gesamthandelsvolumen von 3,25 Millionen Tonnen und einen Umsatz von 270 Millionen Yuan (umgerechnet 38 Millionen US-Dollar). Das Ministerium merkte an, dass dies finanzielle Unterstützung für Projekte bietet, die zwar gute CO₂-Reduktionsergebnisse aufweisen, aber relativ hohe Vermeidungskosten haben.

„Wir werden den Markt weiterhin nutzen, um eine breite gesellschaftliche Beteiligung an der Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu fördern und die Umwandlung von ökologischem Wert in wirtschaftlichen Nutzen voranzutreiben“, sagte Xia. Er fügte hinzu, dass China die Umsetzung der Kontrollpläne weiter stärken und die sektorübergreifende Zusammenarbeit ausbauen werde, um einen Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Nicht-CO₂-Emissionen,Ökologie,Umwelt