Chinesischer Botschafter in Japan protestiert scharf gegen falsche Äußerungen von Japans Premierministerin zu China
Der chinesische Botschafter in Japan, Wu Jianghao, hat sich am Freitag mit dem stellvertretenden japanischen Minister für auswärtige Angelegenheiten, Takehiro Funakoshi, getroffen, um eine formelle Protestnote sowie eine offizielle Beschwerde gegen die jüngsten Äußerungen der japanischen Premierministerin Takaichi Sanae zu China zu übermitteln.
Wu erklärte, Takaichis unverhohlene und provokative Aussagen zu Chinas Taiwan während einer Parlamentsdebatte verstießen gegen den gesunden Menschenverstand, überschritten Chinas rote Linie, drohten mit Gewalt und riefen zum Krieg auf. Zudem habe Takaichi sich geweigert, ihre Aussagen zurückzunehmen, Fehler einzugestehen oder die negativen Auswirkungen abzumildern. Dies stelle, so Wu, eine Fehleinschätzung der Lage und eine Überschätzung der eigenen Stärke dar.
Die Äußerungen stellten eine grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas dar und verstießen gegen das Völkerrecht, die grundlegenden Normen der internationalen Beziehungen, das Ein-China-Prinzip und den Geist der vier politischen Dokumente zwischen China und Japan. Sie untergruben zudem in schwerwiegender Weise die internationale Nachkriegsordnung sowie die politische Grundlage der chinesisch-japanischen Beziehungen, so Wu.
Wu betonte, dass Taiwan zu China gehöre und die Taiwan-Frage im Zentrum der Kerninteressen des Landes stehe. Wie die Taiwan-Frage gelöst und die nationale Wiedervereinigung verwirklicht werden könne, sei eine Angelegenheit, über die das chinesische Volk zu entscheiden habe und in die sich keine externe Kraft einmischen dürfe.
Die Forderungen der Regierung Takaichi nach einer militärischen Intervention in der Taiwan-Straße seien eine eklatante Herausforderung für Chinas Kerninteressen. Sie versuche, Japan aktiv in eine Politik einzubinden, die auf eine Spaltung Chinas abziele und werde Japan letztlich in eine Sackgasse führen, so der Botschafter.
Wu erinnerte daran, dass in diesem Jahr der 80. Jahrestag des Sieges im Widerstandskrieg des chinesischen Volkes gegen die japanische Aggression, des weltweiten antifaschistischen Sieges sowie der Wiederherstellung Taiwans begangen werde. Japan habe während der Kolonialherrschaft in Taiwan schwere Verbrechen begangen, und japanische Militaristen hätten wiederholt Aggressionen unter dem Vorwand einer angeblichen „Existenzbedrohung“ entfesselt, letztlich jedoch eine Niederlage erlitten.
Abschließend warnte Wu, das heutige China sei nicht mehr das China der Vergangenheit. Sollten japanische Akteure versuchen, mit Gewalt in die Taiwan-Frage einzugreifen, würde dies als Akt der Aggression bewertet und zu schweren Konsequenzen führen. China fordere Japan auf, seine Geschichte ernsthaft zu reflektieren, die strittigen Äußerungen zurückzunehmen und Provokationen sowie übergriffiges Verhalten einzustellen. Andernfalls müsse Japan die daraus entstehenden Konsequenzen tragen.












