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Kunstausstellung in Shanghai zeigt Jahrhundertwandel der chinesischen modernen Malerei

CRI  |  
04.12.2025

Eine Kunstausstellung in Shanghai präsentiert über 800 Meisterwerke der berühmten Lingnan-Schule und offenbart damit eine über ein Jahrhundert währende Verschmelzung östlicher und westlicher Elemente.

1932 schuf Gao Jianfu, einer der Gründer der Lingnan-Schule, in Shanghai sein bahnbrechendes Werk „Neue Nationalmalerei: Flammen des östlichen Schlachtfelds“. Mit diesem Gemälde leitete er eine Revolution in der chinesischen Malerei ein, indem er die traditionellen Grenzen des Themas sprengte. Durch eine kühne Verbindung chinesischer und westlicher Techniken sowie eine direkte Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Realität verdichtete Gao die sozialen und politischen Reflexionen seiner Zeit auf einer einzigen Leinwand.

Heute kehrt dieses Werk gemeinsam mit über 800 weiteren Meisterwerken der Lingnan-Kunst nach Shanghai zurück in die Stadt, in der diese Ideen einst erstmals verbreitet wurden.

Die Lingnan-Schule, zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet, hatte das Ziel, die traditionelle chinesische Tuschmalerei durch die Integration westlicher Maltechniken zu beleben und die lange Tradition streng monochromer Werke zu überwinden. „Lingnan“, wörtlich „südlich der Berge“, bezeichnet heute allgemein die Region Guangdong, Guangxi, Hongkong und Macau. Die Schule erhielt ihren Namen, weil ihre Gründer Gao Jianfu, Gao Qifeng und Chen Shuren alle aus der Provinz Guangdong stammten.

Wang Shaoqiang, Chefkurator der Ausstellung und Direktor des GuangdongerKunstmuseums, bezeichnete die Schau als die bislang größte ihrer Art, die die historische Entwicklung der Lingnan-Malerei veranschaulicht.

„Mit über 800 Exponaten ist die Gesamtzahl der Werke in dieser Ausstellung die größte in der Geschichte unserer Einzelkünstlerausstellungen. Von den frühen 1900er Jahren bis zur Gründung der Volksrepublik China 1949, von 1949 bis zur Reform- und Öffnungspolitik 1978 und von dieser bis zur Gegenwart kann man sehen, wie Künstler mit ihrem Pinselstrich die Veränderungen ihrer Zeit festgehalten haben. Bei früheren Stationen der Ausstellung kamen viele Besucher mehrfach, manchmal zwei bis dreimal pro Woche“, erklärte Wang.

Besonders hob Wang den Einsatz moderner Technologien hervor, der das Besuchererlebnis entscheidend bereichere.

„Dank der Unterstützung von KI und moderner Technik können wir die statischen Werke in dieser Ausstellung zum Leben erwecken und sogar historische Szenen jener Zeit rekonstruieren. Dadurch vermittelt die Ausstellung ein starkes technisches Erlebnis“, so Wang.


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Quelle: CRI

Schlagworte: Kunstausstellung,Shanghai,Malerei