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Riesenpandas absolvieren Winter-Fitnesskurse zur Stärkung ihrer Muskeln im Nordwesten Chinas

CRI  |  
26.12.2025

Am Qinling-Riesenpanda-Forschungszentrum in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi findet derzeit ein Winter-Fitnesskurs statt, um die Kraft der Hinterbeine der Riesenpandas zu verbessern.

Die Tierpfleger stecken Karotten und andere Leckereien in ein Ende eines Bambusstocks und animieren die Riesenpandas dazu, sich auf die Hinterbeine zu stellen und nach der Belohnung zu greifen.

Der Kurs beginnt jedes Jahr im November und findet zweimal täglich statt, etwa eine Stunde nach dem Frühstück bzw. nach dem Mittagessen. Jede Trainingseinheit dauert ungefähr fünf bis zehn Minuten.

Unter den Tieren sticht Qi Zai besonders hervor, der weltweit einzige braun weiße Panda in Gefangenschaft. Der 2009 geborene und inzwischen 110 Kilogramm schwere Riesenpanda zeigt aufgrund seiner durch eine seltene genetische Mutation verursachten besonderen Färbung normalerweise ein langsames und entspanntes Verhalten. Die Tierpfleger berichten, dass Qi Zai häufig sogar im Liegen frisst und dabei vollkommen zufrieden und gelassen wirkt.

Während der Trainingseinheiten verwandelt sich dieser scheinbar träge Panda jedoch in einen hochkonzentrierten Akteur. Er fixiert das Ziel, stemmt sich mit den Hinterbeinen ab, springt mit bemerkenswerter Beweglichkeit nach oben, um der am Bambusstock befestigten Nahrung zu folgen, und macht mehrere aufeinanderfolgende Schritte auf den Hinterbeinen.

„Wir beurteilen seinen Zustand täglich und entscheiden, ob er mehr als zehn Minuten Training absolvieren kann. Ist dies der Fall, gilt die Einheit als erfolgreich. Zeigt das Tier keine Kooperationsbereitschaft, reagieren wir mit zusätzlicher Geduld und sanfter Anleitung“, sagte Xue Wangli, Tierpflegerin am Qinling-Riesenpanda-Forschungszentrum.

Die Trainingseinheiten verlaufen jedoch nicht immer reibungslos. Mitunter werden die Bambusstöcke selbst zu einer unerwarteten Delikatesse für die Pandas. Der drei Jahre alte Riesenpanda Shu Bao wurde dabei beobachtet, wie er einen Stock zwischen die Zähne nahm und ihn mit sichtlichem Genuss kaute.

„Wenn ein Riesenpanda einen Bambusstock ergreift, lassen unsere Tierpfleger in der Regel los und erlauben ihm, ihn zu fressen. Nur wenn der Panda kein Interesse zeigt, ziehen die Pfleger den Stock zurück. Frisst der Panda weiter, warten sie, bis er fertig ist, und ersetzen den Stock anschließend durch einen Ersatzstock für das weitere Training“, erklärte Xue.

Zhang Danhui, stellvertretende Leiterin der Abteilung für Riesenpanda Management im Forschungszentrum, betonte, dass das Trainingsprogramm keineswegs nur ein Spiel sei. Für männliche Riesenpandas trage es dazu bei, die Kraft der Hinterbeine zu stärken und während der Paarungszeit in optimaler Verfassung zu bleiben. Für weibliche und noch nicht ausgewachsene Riesenpandas sei es ein wichtiges Mittel zur Verbesserung der körperlichen Fitness und zur Förderung der allgemeinen Gesundheit.

„Das körperliche Training dient nicht nur der Stärkung der Hinterbeine, sondern soll den Gesamtzustand der Pandas verbessern und ihre Muskulatur insgesamt aufbauen“, fügte Zhang hinzu.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Riesenpanda,Winter-Fitnesskurse,China