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Japanische Atomaufsichtsbehörde bezeichnet Betrug mit Erdbebendaten als äußerst schwerwiegend

CRI  |  
08.01.2026

Die japanische Atomaufsichtsbehörde hat lokalen Medienberichten zufolge den Betreiber eines Kernkraftwerks in Zentraljapan am Mittwoch wegen angeblicher Fälschung von Erdbebendaten kritisiert und den Vorfall als äußerst schwerwiegend und ernst bezeichnet.

Der öffentlich-rechtliche japanische Sender NHK berichtete, der Leiter der japanischen Atomaufsichtsbehörde (NRA), Shinsuke Yamanaka, habe auf einer Sitzung erklärt, es handle sich um einen Fall von gefälschten Inspektionsdaten, die in direktem Zusammenhang mit der Sicherheit stünden und dies sei eindeutig ein Fehlverhalten.

Der Vorfall betreffe die Reaktoren Nummer drei und Nummer vier des Kernkraftwerks Hamaoka in der Präfektur Shizuoka, das von der Chubu Electric Power Co. betrieben werde, die bei der Aufsichtsbehörde die Genehmigung für deren Wiederinbetriebnahme beantragt hätten.

Die NRA werde ihre Inspektion des Hamaoka-Komplexes im Hinblick auf dessen mögliche Wiederinbetriebnahme aussetzen.

Die Atomaufsichtsbehörde werde bei ihrer nächsten regulären Sitzung am 14. Januar darüber beraten, ob sie einen Bericht von Chubu Electric anfordern oder ihr Sekretariat mit einer Untersuchung vor Ort beauftragen werde, so Yamanaka dem Bericht zufolge weiter.

Chubu Electric hatte am Montag erklärt, seine Mitarbeiter hätten möglicherweise absichtlich ausgewählte Daten für ein potenzielles Erdbeben bei Erdbebensicherheitstests im Kraftwerk verwendet, um die behördliche Prüfung für die Wiederinbetriebnahme zu bestehen.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Kernkraftwerk,Erdbeben,Daten