Chinesisches Klimazentrum: 2025 war eines der wärmsten Jahre aller Zeiten
Das Jahr 2025 gehörte laut Daten des Nationalen Klimazentrums der chinesischen Meteorologischen Behörde zu den drei wärmsten Jahren aller Zeiten und unterstreicht die anhaltende Beschleunigung der Klimaerwärmung.
Die globale durchschnittliche Oberflächentemperatur lag im Jahr 2025 demnach 1,40 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zwischen 1850 und 1900 und 0,52 Grad Celsius über dem langfristigen Durchschnitt.
Die vergangenen drei Jahre waren auch die wärmsten drei aufeinanderfolgenden Jahre seit Beginn der meteorologischen Messungen, was auf einen anhaltenden globalen Erwärmungstrend hinweist.
Die Erwärmung war besonders zu Jahresbeginn ausgeprägt. Im Januar 2025 überstiegen die durchschnittlichen globalen Oberflächentemperaturen die bisherigen Rekorde für denselben Zeitraum. In Nordost- und Südeuropa, Nordostasien, weiten Teilen Zentralasiens, im Norden und Südwesten Nordamerikas sowie auf der Antarktischen Halbinsel wurden Rekordhöchsttemperaturen beobachtet.
Die Arktis verzeichnete 2025 eine Durchschnittstemperatur von 1,17 Grad Celsius über dem Durchschnitt und erlebte damit das drittwärmste Jahr in der Region.
Die Durchschnittstemperaturen in der Antarktis lagen 0,43 Grad Celsius über dem Normalwert und die Temperaturen in der „Dritten Pol“-Region, der chinesischen Qinghai-Tibet-Hochebene, lagen 1,12 Grad Celsius über dem Normalwert - beides neue historische Höchstwerte.
Yang Guowei, ein Experte des chinesischen Klimazentrums, sagt, der „Dritte Pol“ sei eine der klimasensitivsten Regionen der Welt. „Im Jahr 2025 erreichte die Durchschnittstemperatur der Region einen Rekordhöchststand und markierte damit das vierte Jahr in Folge, in dem der regionale Durchschnitt historische Rekorde gebrochen hat. Von 1961 bis 2025 lag die Erwärmungsrate auf der Qinghai-Tibet-Hochebene deutlich über dem globalen Durchschnitt, während die jährlichen Niederschläge in den meisten Teilen des Plateaus einen zunehmenden Trend zeigten. Vor dem Hintergrund der schnellen regionalen Erwärmung hat die Hochebene häufiger extreme Hitze und starke Niederschläge erlebt. Berggletscher schmelzen und ziehen sich im Allgemeinen zurück, während der Verfall des Permafrosts zunehmend sichtbar geworden ist.“
Meteorologen betonten verstärkte Anstrengungen zur Emissionsreduktion, was nach wie vor der grundlegende Weg für die globale Klimaverwaltung bleibt.
Gemeinsame Einsätze weltweit wurden ebenfalls gefordert, um sich besser an den Klimawandel anzupassen und die Fähigkeit zur Bewältigung extremer Wetter- und Klimaphänomene, wie Hitzewellen, Überschwemmungen und starker Taifune, zu stärken.












