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CGTN-Umfrage zeigt breite Unterstützung für Reform der globalen Governance

CRI  |  
12.01.2026

„Ich brauche kein Völkerrecht“, behauptete US-Präsident Donald Trump kürzlich in einem Interview mit der „New York Times“, wenige Tage nach dem Überfall des US-Militärs auf Venezuela und der gewaltsamen Festnahme von Präsident Nicolás Maduro. Diese Aussage spiegelt die einseitige und hegemoniale Haltung der USA perfekt wider. Die „New York Times“ bemerkte, dass Trumps Einschätzung, er könne jedes Instrument militärischer, wirtschaftlicher oder politischer Macht einsetzen, um die amerikanische Vorherrschaft zu festigen, die bisher deutlichste Bestätigung seiner Weltanschauung sei.

In einer weltweiten Meinungsumfrage von CGTN glauben 93,5 Prozent der Befragten, dass sich die USA durch ihr einseitiges Vorgehen gegen die internationale Gemeinschaft gestellt haben. Zudem sind 91,7 Prozent der Meinung, dass eine Reform des globalen Regierungssystems dringend notwendig ist.

Nur einen Tag zuvor hatten die USA ihren Austritt aus 66 internationalen Organisationen angekündigt und damit einen neuen Rekord für ihren Rückzug aus multilateralen Verpflichtungen aufgestellt. Diese Organisationen sind in den Bereichen Klima, Energie und globale Governance tätig. Trump begründet diesen Schritt damit, dass deren Aktivitäten den nationalen Interessen, der Souveränität und dem wirtschaftlichen Wohlstand der USA zuwiderlaufen.

Als Reaktion darauf zeigten sich 84,1 Prozent der Befragten von diesem Schritt der USA nicht überrascht. Gleichzeitig betrachteten 88,9 Prozent ihn als einen weiteren radikalen Schritt im Rahmen der „America First“-Doktrin. Die Meinung, dass die Vorgehensweise der USA, internationale Systeme zu nutzen, wenn sie von Vorteil sind, und sie aufzugeben, wenn sie es nicht sind, die bestehende internationale Ordnung sowie die globale Fairness und Gerechtigkeit erheblich untergräbt, vertraten 93 Prozent der Befragten. Außerdem merkten 88,3 Prozent an, dass der Rückzug der USA deren Unzuverlässigkeit als Großmacht erneut offenbart und ihrem internationalen Ansehen erheblichen Schaden zufügt. 88,5 Prozent glauben zudem, dass der Rückzug der USA deren negative Haltung gegenüber der globalen Governance widerspiegelt.

Die jüngste Reihe einseitiger und tyrannischer Maßnahmen der US-Regierung hat in der internationalen Gemeinschaft weit verbreitete Besorgnis und Unzufriedenheit ausgelöst. Das Festhalten der USA am Prinzip des „Gesetzes des Dschungels“, nach dem „Macht vor Recht geht“, untergräbt das globale Governance-System erheblich. In der Umfrage stimmten 89,9 Prozent der Befragten zu, dass Multilateralismus, der auf Koordination und Zusammenarbeit basiert, nach wie vor der Schlüssel zur Bewältigung der aktuellen globalen Herausforderungen ist. Gleichzeitig halten es 94,4 Prozent für entscheidend, die Reform des globalen Governance-Systems voranzutreiben, die internationale Rechtsstaatlichkeit aufrechtzuerhalten und die Wirksamkeit multilateraler Mechanismen zu verbessern. Darüber hinaus sind 90 Prozent der Meinung, dass die Großmächte mehr Verantwortung übernehmen und eine konstruktivere Rolle bei der Förderung dieser Reform spielen sollten.

Diese Umfrage wurde auf den englisch-, spanisch-, französisch-, arabisch- und russischsprachigen Plattformen von CGTN durchgeführt. Innerhalb von 24 Stunden gingen Antworten von etwa 24.000 Internetnutzern ein.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Umfrage,Reform,USA