Neue Perspektiven für den ländlichen Aufschwung in China
Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping betonte, dass die Modernisierung chinesischer Art nur gelingen könne, wenn der ländliche Aufschwung beschleunigt werde. Eine Schlüsselrolle komme dabei der Entwicklung einkommensschaffender Industrien zu.
Zu Beginn des neuen Jahres herrscht in Chinas ländlichen Regionen rege Betriebsamkeit. Überall werden Standortvorteile gezielt genutzt, charakteristische Industrien gestärkt und der umfassende ländliche Aufschwung weiter vorangetrieben.
In Panjiawan im Kreis Jiayu in der Provinz Hubei wird derzeit Kohl geerntet. Die Dorfbewohner sind mit Ernte und Verkauf voll ausgelastet. Der Gemüsebauer YeXiangsong berichtet, dass er inzwischen ausschließlich Kohl anbaut und gemeinsam mit mehr als zwanzig Dorfbewohnern Verpackungs- und Transportdienstleistungen anbietet. Sein Jahreseinkommen liegt bei über 200.000 Yuan RMB und die steigenden Einkommen erhöhen die Motivation.
Auch im Industriepark Wanzhou in Chongqing laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Hier wurden Zitrusfrüchte geerntet, die anschließend in einer 15 Kilometer entfernten Anlage zu Saft verarbeitet werden. Im neuen Jahr will der Industriepark seine Leitindustrie Zitrusfrüchte weiter ausbauen und verstärkt auf grüne Verarbeitung und ökologische Markenbildung setzen. Angestrebt wird ein Gesamtproduktionswert von über zehn Milliarden Yuan RMB.
Im Dorf Xuedu im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang bildet der Tourismus die wichtigste wirtschaftliche Ressource. Zum Jahresbeginn wurden neue Angebote wie Lagerfeuerabende eingeführt. Die besonderen natürlichen Gegebenheiten ziehen immer mehr Besucher an und schaffen zusätzliche Einkommensquellen für Landwirte und Viehhalter. Von den mehr als 200 Haushalten und rund 700 Bewohnern arbeitet inzwischen über die Hälfte im Tourismussektor.
Die Provinz Yunnan konzentriert sich zum Jahresbeginn auf die Ausbildung von Fachkräften, darunter Floristen, Silberschmiede, Reisnudelköche und Baristas. Geplant ist die Qualifizierung von mehr als 500.000 Personen, um eine solide personelle Grundlage für den ländlichen Aufschwung zu schaffen.
Die Beispiele aus Hubei, Chongqing, Xinjiang und Yunnan verdeutlichen, wie ländliche Regionen ihre jeweiligen Ressourcen nutzen, um einkommensschaffende Industrien auszubauen, neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen und die Lebensbedingungen der Bevölkerung Schritt für Schritt zu verbessern. Mit gezielter Förderung charakteristischer Industrien sowie der Stärkung beruflicher Qualifizierung erhält der ländliche Aufschwung eine stabile Grundlage und neue Impulse für eine nachhaltige Entwicklung.












