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Dänemark und Grönland bekräftigen Einigkeit und Ablehnung externer Ansprüche

CRI  |  
14.01.2026

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Dienstag haben die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und der grönländische Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen externe Ansprüche auf Grönland entschieden und einhellig zurückgewiesen.

Frederiksen bezeichnete diese Haltung als eine Frage des Grundprinzips. Er sagte, es gehe nicht nur um Grönland oder das Königreich. Es gehe darum, dass Grenzen nicht mit Gewalt verändert werden dürften und dass ein Volk nicht käuflich sei. Es gehe zudem darum, sicherzustellen, dass kleine Länder keine Angst vor großen Ländern haben müssten.

Unterdessen erklärte Nielsen, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe. Ziel sei weiterhin ein friedlicher Dialog auf der Grundlage von Zusammenarbeit unter Achtung der verfassungsrechtlichen Position, des Völkerrechts, des Rechts auf eigenes Land und des Rechts auf Selbstbestimmung.

Am Dienstagabend äußerten der norwegische Ministerpräsident Jonas GahrStøre und der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson in den sozialen Medien ihre Unterstützung für Dänemark. Sie erklärten außerdem, dass sich die nordeuropäischen Länder in Fragen, die Grönland betreffen, auch weiterhin abstimmen würden.

Wie dänische Medien am Dienstag berichteten, werden der dänische Außenminister Lars Lokke Rasmussen und die grönländische Außenministerin Vivian Motzfeldt am Mittwoch an Gesprächen in Washington mit dem US-Vizepräsidenten JD Vance und Außenminister Marco Rubio teilnehmen.

Die bevorstehenden Gespräche finden vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen statt. Seit seiner Rückkehr ins Amt im Jahr 2025 hat US-Präsident Donald Trump wiederholt den Wunsch geäußert, Grönland zu „erwerben“, und dabei den Einsatz von Gewalt nicht ausgeschlossen.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Dänemark,Grönland,externe Ansprüche