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EU und NATO-Verbündete verstärken Unterstützung angesichts wachsender Spannungen in der Arktis bei Grönland

CRI  |  
15.01.2026

Die Europäische Union (EU) und die NATO-Verbündeten haben ihre politische und militärische Unterstützung für Grönland verstärkt. Hintergrund ist die wachsende Besorgnis über die Sicherheit in der Arktis, die durch die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über die strategisch wichtige Insel geschürt wurde.

Das dänische Verteidigungsministerium bestätigte am Mittwoch, dass Dänemark in enger Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten seine militärische Präsenz in und um Grönland verstärkt. Laut einer Pressemitteilung umfasst die verstärkte Präsenz ab Mittwoch zusätzliche Kapazitäten in Form von Schiffen, Flugzeugen und Soldaten.

Die Maßnahmen Dänemarks wurden von konkreten Unterstützungsbekundungen der NATO-Verbündeten begleitet. So erklärte der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson am Mittwoch, dass Schweden auf Ersuchen Dänemarks Militärpersonal nach Grönland entsandt habe. Der Einsatz stehe im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die von Dänemark geplante Operation „Arctic Endurance“.

Auch Norwegen hat Personal zur Verfügung gestellt. Auf einer Pressekonferenz mit seinem dänischen Amtskollegen am Mittwoch kündigte der norwegische Verteidigungsminister Tore Sandvik an, dass Norwegen zwei Militärangehörige nach Grönland entsenden werde, um „die weitere Zusammenarbeit zwischen den Verbündeten zu planen“.

Über direkte militärische Einsätze hinaus wurde sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene politische Unterstützung bekundet. So forderte die britische Außenministerin Yvette Cooper am Mittwoch die NATO auf, „ihre militärische und sicherheitspolitische Präsenz in der Arktis zu verstärken“, und bezeichnete die Region als „Frontlinie des geopolitischen Wettbewerbs“.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung verurteilte das Europäische Parlament die Äußerungen der Trump-Regierung zu Grönland als „offensichtliche“ Herausforderung des Völkerrechts und der Souveränität des NATO-Mitglieds Dänemark. Darüber hinaus forderten sie die EU-Institutionen auf, „konkrete und greifbare“ Unterstützung für Dänemark und Grönland festzulegen.

Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen erklärte am Mittwoch nach einem Treffen mit US-Vertretern in Washington, dass Ansichten, die die territoriale Integrität Dänemarks und das Selbstbestimmungsrecht des grönländischen Volkes nicht respektieren, „völlig inakzeptabel“ seien. Es gebe zwischen beiden Seiten nach wie vor „grundsätzliche Unterschiede“, aber man werde den Dialog fortsetzen.


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Quelle: CRI

Schlagworte: EU,NATO,Grönland