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Win-Win-Ökosystem

Chinas Autoproduktion und -verkauf erreichen 2025 neue Höchststände

german.china.org.cn  |  
15.01.2026

Sowohl die Produktion als auch der Verkauf von Autos in China überstiegen im vergangenen Jahr jeweils 34 Millionen Einheiten und erreichten damit einen neuen Rekordwert. Dies eröffnet neue Kooperationschancen und trägt zum Aufbau eines globalen Win-win-Ökosystems in der Branche bei.

Dieses Foto zeigt die digitale und intelligente Fabrik der China Changan Automobile Group für Elektrofahrzeuge AVATR. (29. Juli 2025, Xinhua)

Die Produktion und der Absatz von Automobilen in China haben im vergangenen 2025 neue Rekordhöhen erreicht. Die beiden Zahlen überstiegen im vergangenen Jahr jeweils 34 Millionen Einheiten und liegen damit 17 Jahre in Folge an der Weltspitze.

Auch die Branche der Elektrofahrzeuge (NEV) beschleunigt ihr Wachstum. Die Produktion und der Absatz beliefen sich auf 16,626 Millionen bzw. 16,49 Millionen Einheiten – ein Anstieg von 29 Prozent bzw. 28,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit behauptete China zum elften Mal in Folge die weltweite Spitzenposition im NEV-Sektor.

„Chinas Autoindustrie zeigt weiterhin starke Widerstandsfähigkeit und Vitalität. Mehrere Indikatoren erreichen neue Rekordwerte, was einen erfolgreichen Abschluss des 14. Fünfjahresplans (2021–2025)“ markiert“, sagte Chen Shihua, stellvertretender Generalsekretär des Verbandes der chinesischen Autohersteller (CAAM).

Wie die am Mittwoch veröffentlichten Daten des CAAM weiter zeigten, haben die Autoexporte Chinas 2025 die 7-Millionen-Marke überschritten. Davon entfielen 2,615 Millionen auf mit neuen Energien angetriebene Fahrzeuge, was einem Wachstum von etwa 100 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

Die Exportdaten Chinas umfassen auch die Exporte von Joint Ventures, die innerhalb des Landes tätig sind – ein Beispiel für ein globales Win-Win-Ökosystem in diesem Sektor.

Chinas Wettbewerbsfähigkeit beruht nicht auf niedrigen Preisen, sondern konzentriert sich auf die Vorteile der integrierten Industriekette im NEV-Bereich, die von Batterien und Zulieferketten bis hin zu intelligenten Cockpits reichen.

Experten wiesen den Vorwurf der sogenannten „Überkapazität” im NEV-Sektor zurück und erklärten, dass Chinas Produktionskapazität aus Sicht der praktischen Nachfrage nicht „übermäßig”, sondern unzureichend sei. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) wird die globale Nachfrage nach NEVs bis 2030 voraussichtlich 45 Millionen Einheiten erreichen, während der Bedarf an Leistungsbatterien 3.500 GWh erreichen wird – weit mehr als die derzeitige weltweite Lieferkapazität.

Durch seine technologischen und industriellen Vorteile zieht China globale Unternehmen wie Tesla, Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen an, die sich zunehmend tief in die Entwicklung der chinesischen Autoproduktion und -lieferketten integrieren und so zu einer stabilen und effizienten globalen Industriekette beitragen.

Chinas Erfahrungen würden das globale Wachstum von Volkswagen stärken, erklärte Ralf Brandstätter, Vorsitzender und CEO der Volkswagen Group China. Die Entwicklungszyklen in Europa hätten sich dank der Erkenntnisse aus China von 48 auf 30 bis 36 Monate verkürzt, fügte er hinzu.

BMW China vertiefte sein lokales KI-Ökosystem durch die Integration des chinesischen KI-Start-ups DeepSeek, während Porsche sein strategisches Forschungs- und Entwicklungszentrum in Shanghai eröffnete.

Viele ausländische Automobilhersteller nutzen die Vorteile der chinesischen Lieferkette und haben Kooperationsmöglichkeiten ergriffen.

Ford China exportierte im Jahr 2024 fast 170.000 Autos – ein Anstieg von über 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und beendete damit sieben aufeinanderfolgende Verlustjahre. Dies gelang durch neue Strategien, darunter die Zusammenarbeit mit der chinesischen Industriekette zur Entwicklung lokalisierter Elektrofahrzeuge, sowie den Ausbau des Fahrzeugexports von Ford China, um globalen Nutzern Automobilprodukte anzubieten, heißt es auf der Website von Ford China.

Gleichzeitig erhöhen chinesische Autohersteller ihre Investitionen im Ausland, bringen neue Technologien, Geschäftsmodelle und Beschäftigungsmöglichkeiten in lokale Märkte, teilen neue Chancen und bauen ein gegenseitig vorteilhaftes Ökosystem auf.

Beispielsweise hat der chinesische Autohersteller Chery ein globales Netzwerk aus Forschungs- und Entwicklungszentren und 16 Produktionsstätten aufgebaut und ist tief in den internationalen Markt integriert.

Das Sino-German Standardization Cooperation Innovation Center in Frankfurt nahm im Juni 2025 den Betrieb auf und fördert die Standardisierung in der intelligenten Fertigung.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Ökosystem,China,Autoproduktion,2025