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Chinas Wirtschaft 2026

Klare Zeichen für anhaltendes Wachstum

german.china.org.cn  |  
17.01.2026

Chinas Wirtschaft erfüllt alle Voraussetzungen, um ihr Wachstum auch im neuen Jahr fortzusetzen. Experten und zuständige Regierungsvertreter erklärten dies unter anderem mit der politischen Unterstützung sowie der hohen Innovationskraft.

Chinas Wirtschaft dürfte ihr stetiges Wachstum auch 2026 fortsetzen, wobei verstärkte politische Maßnahmen zur Stützung der Binnennachfrage und ein beschleunigter innovationsgetriebener Wandel externe Unsicherheiten abfedern dürften, so Regierungsvertreter und Analysten. Diese Äußerungen machten sie vor der Veröffentlichung der chinesischen Wirtschaftsdaten für 2025 am Montag, von denen internationale Institutionen allgemein ein Bruttoinlandsprodukt-Wachstum von rund 5 Prozent erwarten, was die früheren Erwartungen übertrifft und die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft zu Beginn des 15. Fünfjahresplans (2026-30) unterstreicht.

„Mit Blick auf die Zukunft wird Chinas Wirtschaft durch seinen riesigen Markt und seine vollständige Wertschöpfungskette gestützt“, erklärte Zou Lan, Vize-Gouverneur der Zentralbank des Landes. „Die Integration von wissenschaftlicher und technologischer Innovation mit industrieller Innovation beschleunigt sich, neue Wachstumsmotoren gewinnen an Dynamik, das Potenzial der Binnennachfrage wird weiter freigesetzt und der inländische und internationale Warenverkehr läuft reibungsloser.“

All diese Fundamentaldaten würden Chinas solide Wirtschaftsaussichten untermauern, sagte Zou auf der Pressekonferenz. Sie werden den Wechselkurs des Renminbi trotz externer Unsicherheiten dabei unterstützen, „sich flexibel in beide Richtungen zu bewegen.“

In Übereinstimmung mit Zous Ansichten erklärte Goldman Sachs in einem Bericht, dass die US-Investmentbank davon ausgehe, dass Chinas Wirtschaftswachstum 2026 gegenüber einer Prognose von 5 Prozent für 2025 insgesamt stabil bleiben werde, gestützt durch eine von der Politik unterstützte Erholung der Investitionen, das Potenzial des Dienstleistungskonsums, ein robustes Exportwachstum und weitere Maßnahmen zur geld- und fiskalpolitischen Lockerung.

Als Zeichen für eine wachstumsfördernde Geldpolitik kündigte die Zentralbank am Donnerstag an, dass sie die Zinsen für gezielte geldpolitische Instrumente mit Wirkung zum Montag senken und gleichzeitig die entsprechenden Quoten ausweiten werde, um die Kreditvergabe in Schlüsselbereichen anzukurbeln, darunter die Festlegung einer Kreditquote der Zentralbank in Höhe von 1 Billion Yuan (143,4 Milliarden US-Dollar) zur Unterstützung kleiner und mittlerer Privatunternehmen.

Der Vize-Gouverneur der Zentralbank signalisierte auch die Bereitschaft, breit angelegte Lockerungsmaßnahmen einzuführen, und erklärte, dass in diesem Jahr noch Spielraum für Senkungen der Leitzinsen und der Mindestreservesätze (RRR) bestehe – also des Anteils der Einlagen, den Banken als Reserven halten müssen und der derzeit bei durchschnittlich 6,3 Prozent liegt. Zou sagte, die verstärkte Koordinierung der makroökonomischen Politik werde dazu beitragen, das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu verbessern und damit die Grundlage für eine Erholung des Preisniveaus zu stärken. Er wies darauf hin, dass Chinas Kern-Verbraucherpreisindex (VPI) – ohne Lebensmittel und Energie – im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent gestiegen sein und seit vier Monaten in Folge über 1 Prozent liege, was als Zeichen für eine anhaltende Erholung der Verbrauchernachfrage gewertet werde.

„Wir gehen davon aus, dass sich der Binnenkonsum in China allmählich erholen wird“, sagte Kelly Zhang, Geschäftsführerin von Bimbo China, der chinesischen Tochtergesellschaft des mexikanischen multinationalen Lebensmittelkonzerns Grupo Bimbo. „Dies gibt Bimbo das Vertrauen, seine Investitionen in China zu verstärken, was die geografische Expansion und die Erweiterung der Produktpalette auf dem Markt beschleunigen wird.“

Zhang Wei, Analyst bei Caitong Securities, sagte, dass die jüngsten politischen Signale der Zentralbank einen stärkeren Schwerpunkt auf die Bewältigung struktureller Herausforderungen durch gezielte, präzise Unterstützung für technologische Innovationen, private Unternehmen und Bemühungen zur Ausweitung der Binnennachfrage legen würden – eine Feinabstimmung, die zum strukturellen Wandel der chinesischen Wirtschaft passt.

Da die Zentralbank auch darauf Wert legt, die allgemeinen Finanzierungsbedingungen relativ akkommodierend zu halten, sagte Zhang, dass die Wahrscheinlichkeit von RRR-Senkungen und Zinssenkungen im Jahr 2026 steige und dass der Zeitpunkt davon abhängen könnte, wie sich Wachstum und Risiken entwickeln, wobei die Exporte und die lokalen fiskalischen Bedingungen wichtige Variablen seien, die es zu beobachten gelte.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Wirtschaft,2026,Finanzierung