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Shenzhou-21-Crew setzt wissenschaftliche Experimente im Orbit fort

CRI  |  
20.01.2026

Die Astronauten der chinesischen Mission Shenzhou-21 haben in der vergangenen Woche eine Reihe wissenschaftlicher Experimente an Bord der Raumstation Tiangong kontinuierlich vorangetrieben. Die Crew besteht aus Missionskommandant Zhang Lu sowie den Astronauten Wu Fei und Zhang Hongzhang. Nach fast 80 Tagen im Orbit befinden sich alle drei in stabilem und gutem Gesundheitszustand.

Einen Schwerpunkt bildeten erneut Interaktionen mit dem intelligenten Serviceroboter „Xiaohang“, einem langjährigen „Begleiter“ an Bord der Station. Die Astronauten führten unter anderem Touch-Interaktionen und autonome Flugtests durch und sammelten dabei wichtige Daten für die weitere Optimierung der orbitalen Bewegungssteuerung des Roboters.

Im Bereich der Weltraummedizin nutzte die Crew ein weltraumgestütztes Raman-Spektrometer zur Analyse von Stoffwechselkomponenten in Urinproben. Die gewonnenen Daten sollen dazu dienen, das Indikatorsystem sowie die Bewertungskriterien für relevante Metaboliten weiter zu präzisieren. Zudem wurden Speichelproben entnommen, um die Auswirkungen des Aufenthalts von Astronauten auf mikrobielle Populationen innerhalb der Raumstation zu untersuchen. Diese Proben werden nach der Rückkehr zur Erde analysiert.

Abgeschlossen wurde außerdem die Probenentnahme und Lagerung für ein Forschungsprojekt, das den Zusammenhang zwischen dem Ursprung des genetischen Codes und der Chiralität in Weltraumumgebungen untersucht. Ziel ist es, die Muster chiraler Verbindungen zwischen Aminosäuren und Nukleosiden zu erforschen.

Im Bereich der Mikrogravitation-Physik setzten die Astronauten ihre elektrochemisch-optischen Untersuchungen an Lithium-Ionen-Batterien für Raumfahrtanwendungen fort. Darüber hinaus schlossen sie den Austausch der Probenabdeckung im Experimentierschrank für Verbrennungstechnologie ab, demontierten und montierten Versuchsmodule und ersetzten Proben im Fluidphysik-Experimentierschrank.

Planmäßig durchgeführt wurde auch eine systemweite Drucknotfallübung. Diese simulierte den vollständigen Reaktionsablauf bei einem internen Druckabfall der Raumstation und diente dazu, die Notfallkompetenzen der Crew sowie die Koordination zwischen Boden- und Raumteam weiter zu stärken.

Regelmäßige medizinische Untersuchungen, darunter Hörtests, fanden ebenfalls statt. Zudem absolvierten die Astronauten ihr tägliches Sportprogramm, einschließlich Lauf- und Fitnesstraining, um ihre körperliche Leistungsfähigkeit im Orbit aufrechtzuerhalten.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Shenzhou-21,Raumstation Tiangong,wissenschaftliche Experimente