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EZB-Präsidentin für ergebnisorientierte Zusammenarbeit zwischen der EU und China

CRI  |  
22.01.2026

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat die EU und China zu einer ergebnisorientierten Zusammenarbeit aufgefordert. Sie betonte, dass eine Partnerschaft eher an ihren Ergebnissen als an ihren Erklärungen gemessen werden müsse.

In einem exklusiven Interview mit dem China Global Television Network (CGTN) am Rande des Weltwirtschaftsforums 2026 in Davos betonte Lagarde die Notwendigkeit stabiler, nachhaltiger und fairer Beziehungen.

„Es gibt keine Liebe, es gibt nur Beweise der Liebe. Prinzipien zu verkünden, zu erklären und zu bekräftigen ist die eine Sache. Eine andere Sache ist es, in der Praxis eine stabile, nachhaltige und faire Beziehung zu schaffen. Und ich denke, wir sollten alle in diese Richtung arbeiten. Ich denke, die Europäische Union und China können ebenfalls in diese Richtung arbeiten“, sagte Lagarde.

Aufgrund ihrer Erfahrungen als Leiterin des Internationalen Währungsfonds (IWF) von 2011 bis 2019 lobte Lagarde Chinas Rolle als zuverlässiger Partner. Sie erklärte: „Als ehemalige Geschäftsführerin des IWF habe ich beobachtet, dass China in dieser Institution stets ein guter Partner war. Ich halte dies für wichtig und denke, dass dies so weitergehen sollte. Ich bin der Meinung, dass die Themen Preisgestaltung, Zuschüsse, Subventionen und alles, was damit zusammenhängt, ebenso wie künftige Ungleichgewichte, auf den Tisch kommen müssen. Und ich gehe davon aus, dass sowohl die G7 als auch die G20 und andere internationale Foren sich mit diesen Themen befassen werden.“

Lagarde sagte auch, dass der 15. Fünfjahresplan Chinas (2026-2030) darauf abzielt, die globale Integration durch ein ausgewogenes, nachfrageorientiertes Wachstum zu stärken. „China ist ein Paradebeispiel für gute, langfristige Planung und es ist zweifellos hervorragend darin, sich an den Plan zu halten und sich auf die Umsetzung zu konzentrieren. Meine persönliche Hoffnung, insbesondere im Hinblick auf den Abbau von Ungleichgewichten, ist, dass der Schwerpunkt, wie ich es von vielen chinesischen Führungskräften gehört habe, auf dem Binnenkonsum liegen wird“, so die EZB-Präsidentin.

Unter dem Motto „A Spirit of Dialogue“ (Ein Geist des Dialogs) wurde am Montag in Davos das WEF-Treffen 2026 eröffnet, das bis Freitag dauert. Rund 3.000 Führungskräfte und Experten aus aller Welt kommen zusammen, um fünf drängende globale Herausforderungen zu diskutieren. Dabei geht es unter anderem um die Verbesserung der Zusammenarbeit, die Erschließung neuer Wachstumsquellen und den verantwortungsvollen Einsatz von Innovationen im großen Maßstab.

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Quelle: CRI

Schlagworte: EZB,Zusammenarbeit,EU,China