Zukunftsbranche
Chinas KI-Industrie verzeichnet 2025 voraussichtlich Produktionswert von über 1,2 Billionen Yuan
Der geschätzte Produktionswert der chinesischen Branche für Künstliche Intelligenz (KI) habe im vergangenen Jahr 1,2 Billionen Yuan (172 Milliarden US-Dollar) überschritten, und die Zahl der KI-bezogenen Unternehmen in China liege über 6.000. Dies teilte Zhang Yunming, Vizeminister des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT), am Mittwoch mit.
Zhang verwies darauf, dass chinesische Hightech-Unternehmen im vergangenen Jahr verschiedene KI-Chip-Produkte auf den Markt gebracht hätten. Zugleich seien hochwertige Branchendatensätze entstanden und heimische Großmodelle hätten im globalen Open-Source-Ökosystem eine führende Rolle übernommen.
Auch das KI-Produktspektrum habe sich weiter diversifiziert. Als Beispiel nannte Zhang die Verbreitung von KI-Endgeräten wie KI-Smartphones, KI-PCs und KI-Brillen, die innerhalb kurzer Zeit in Millionen Haushalte gelangt seien. In den ersten drei Quartalen 2025 habe der Absatz von Smart-Brillen 1,78 Millionen Einheiten überschritten, wovon fast 80 Prozent auf KI-Brillen entfielen. Dies verleihe Produktion und Alltag ein stärkeres Technologiegefühl und Zukunftsorientierung.
Die KI-Anwendungen hätten sich zudem branchenübergreifend ausgeweitet und umfassten mittlerweile bereits Schlüsselsektoren wie Stahl, Nichteisenmetalle, Energie und Telekommunikation. Sie würden schrittweise in zentrale Bereiche wie Produktforschung und -entwicklung, Qualitätskontrolle und Kundenservice vordringen, so Zhang.
Ein Beispiel: Ein nicht namentlich genannter chinesischer Hausgerätehersteller habe ein eigenentwickeltes „5G+KI“-Industrievisionsprüfsystem eingeführt. Dadurch sei die Prüfgenauigkeit auf 99,98 Prozent gesteigert und die Pro-Kopf-Produktivität um 275 Prozent erhöht worden.
Das KI-Ökosystem habe sich ebenfalls dynamisch entwickelt. China habe einen nationalen KI-Branchenfonds aufgelegt und in Betrieb genommen, dessen Volumen sich auf 60 Milliarden Yuan belaufe.
Parallel sei die Sonderinitiative zur KI-Standardisierung vertieft worden, was 2025 zur Veröffentlichung von mehr als 40 nationalen und branchenspezifischen Schlüsselstandards geführt habe. Zahlreiche wegweisende Open-Source-Projekte – darunter Agentenprotokolle und Operator-Bibliotheken – seien entwickelt und erfolgreich eingeführt worden, so Zhang abschließend.













