Rückgang chinesischer Reisender trifft japanischen Tourismussektor
Die Zahl der chinesischen Touristen, die Japan besuchen, ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Zu den Einflussfaktoren zählen unter anderem umstrittene Äußerungen der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi.
In Teilen der japanischen Präfektur Nagano, in denen der Tourismus eine tragende Säule der lokalen Wirtschaft darstellt, bekommen Restaurants, Geschäfte und Hotels die Auswirkungen zunehmend zu spüren. Viele Betreiber zeigen sich besorgt.
In Matsumoto, einer bekannten historischen und kulturellen Touristenstadt in Nagano, sind Restaurants, Hotels sowie Kunsthandwerks- und Antiquitätengeschäfte stark auf ausländische Besucher angewiesen. Chinesische Touristen machten dabei bislang einen erheblichen Anteil aus.
„Normalerweise haben wir viele chinesische Touristen. Doch aufgrund der aktuellen Lage zwischen Japan und China ist ihre Zahl in den vergangenen zwei bis drei Monaten dramatisch zurückgegangen. Man sieht sie kaum noch, selbst in der Stadt, im Vergleich zu früher. Das hat Auswirkungen“, sagte Aiko Ohira, Restaurantmanagerin in Matsumoto.
„Früher hatten wir recht viele chinesische Kunden. Es scheint, als würden diese Menschen nun nicht mehr kommen oder in Japan einkaufen. Ja, dieses Geschäft ist stark betroffen, insbesondere für Antiquitätenhändler wie uns“, erklärte Takaaki Higuchi, ein Antiquitätenhändler.
Auch Karuizawa, ein weiteres beliebtes Reiseziel in Nagano, leidet unter dem spürbaren Rückgang chinesischer Touristen. Besonders während der winterlichen Hochsaison, in der chinesische Besucher üblicherweise den Großteil der Gäste ausmachen, geraten lokale Hotels und Einkaufsstraßen zunehmend unter Druck.
„In unserem Hotel machen ausländische Gäste etwa 13 Prozent aller Besucher aus. Von diesen 13 Prozent sind rund 30 Prozent Chinesen. Die meisten von ihnen kommen im Winter, von Dezember bis Februar oder März. Nun stehen wir kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest, das normalerweise eine sehr gute Zeit ist. Doch die Auswirkungen sind deutlich spürbar. Die Reservierungen chinesischer Gäste für Februar und März sind erheblich zurückgegangen. Deshalb sind die umliegenden Hotels und die Geschäfte in der Einkaufsstraße sehr besorgt über die weitere Entwicklung. Die Folgen werden sich voraussichtlich auch künftig bemerkbar machen“, sagte Hotelmanager Takeo Suzuki.












